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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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denbergern geschlossenen Frieden zu vollziehen und aufrecht zu erhalten'). Dabeierhielt er sich nicht nur im Besitze seiner ererbten Lande, sondern vergrößerte sieauch durch neue Erwerbungen, was in den damaligen so unruhigen und kriegerischenZeiten, in welchen so viele adelige Familien fast alles verloren, von seiner Klugheitund Umsicht zeugt; nur die Pfandschaft über die freien Leute auf der LeutkircherHaide, welche ihm K. Sigismund im I. 1434 noch zugesichert hatte, scheint ihmvor seinem Tode noch entzogen worden zu sein.

Graf Wilhelm starb gegen Ende des I. 1439 und wurde nach Langenau be-graben. Noch den 29. Juni 1439 belehnte Kaiser Albrecht zu Ofen den GrafenWilhelm von Montfort, Herrn zu Tettnang, mit allen seinen innehabenden Reichs-lehen und bestätigte ihm alle älteren Privilegien, Handfesten u. s. w.2) Eben sobestätigte Kaiser Albrecht an demselben Tage den Vergleich, welchen Gr. Wilhelmin seinem und seiner Miterben Namen mit Gr. Kaspar Schlick, kaiserl. Kanzler,abgeschlossen hatte, nach dem letzterer auf seine ihm durch die Belehnung des KaisersSigismund zugekommenen Ansprüche auf die Grafschaften und Herrschaften Toggeu-burg, Brättigau, "Davos und Belfort verzichtete^).

Von seiner Gattin Kunegund, Gr. von Werdenberg, hatte er fünf erwachseneSöhne, von welchen Gr. Wilhelm, der jüngere genannt, vor ihm den 6. Januar1435 gestorben und gleichfalls in Langenau (nach Arzet in Wien) begraben wordenwar. Nach den genealogischen Tabellen des Wilhelm Wercher, Gr. von Zimmern,hatten sie auch noch mehrere Tochter, von welchen Klara mit Albrecht von Rechberg,und nach dessen Tode mit Konrad, Schenk von Limpurg, vermählt war und vonbeiden Sohne hinterließ, eine zweite Tochter des Gr. Wilhelms von Montfort,Kunegund, war die Gemahlin des Eberhards, Truchseß von Waldburg, nachmali-gen Gr. von Sonncnberg.

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Fortsetzung.

Die Söhne des Grafen Wilhelm von Montfort-Settnang von 1439,1491 u. 1520.

Vier Söhne überlebten ihren Vater Wilhelm iv. , sie hießen: Heinrich V.,Ulrich V. , Rudolf Vll. und Hugo X. Noch bestanden keine Majoratsrechte, son-

') Urk-, üst. Feldkirch am Mittwoch vor Franz.-Tag 1431,2) Lichnowski, V. Bd. Reg. Z. 4381.

S. Anhang Nr. 219.