Buch 
Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
Seite
189
JPEG-Download
 

189

seits und obigem Gr. Herrmann andererseits, welcher mehrere der freien Leute zurHerrschaft Bregenz gezogen hatte, beigelegt. Gr. Herrman» starb im Jahre 1482,wie die Urkunde vom 13. Februar 1483 *) beweist, nach welcher Gr. Hugo xn.,der älteste Sohn des Gr. Herrmann, sich wegen der ihm und seinen vier jüngerenBrüdern vom Kaiser Friedrich übertragenen Regierung des ihnen gehörigen Antheilsder Herrschaft Bregenz mit Zugehördeir reversirt. Diese vier Brüder des Gr. Hugowaren Wolfgang I., Johann IV., Georg II. und Herrmann m. Die beiden ersterntraten in den geistlichen Stand, Gr. Wolfgang wurde Domherr zuGvrtz, Gr. Johannzu Salzburg. Die drei weltlichen Brüder regierten ihre ihnen angefallenen Herr-schaften gemeinschaftlich. Doch besorgte Gr. Hugo, als der älteste, die Geschäfte,wie die beiden Urkunden vom 31. Dez. 1492 und 4. Dez. 1494 beweisen. Nachder erstern werden die Anstünde, welche sich den Brüdern Hugo und Johann, Gr.zu Montfort-Rothenfels, und dem Gr. Hugo von Montfort-Bregenz wegen denzwei Kellnhöftn Weiler und Schciteck und der Gerichtsbarkeit über Leute und Gütererhoben hatten, durch Schiedsspruch beigelegt2). Nach der letzten: Urkunde bestä-tigt Kaiser Maximilian i. den Gr. Hugo XU. für ihn und als Lehenträger seinerBrüder in dem Antheil am Schloß und Herrschaft Bregenz^). Später unterzogsich auch Gr. Georg ll- diesen Geschäften, wie dessen Reversbrief, den er den24. Juli 1304 4) dem Kaiser Mar für sich und seinen Bruder ausstellte, da ihmdie Verwaltung von Bregenz anvertraut wurde, beweist.

Doch später scheint es unter diesen drei weltlichen Brüdern mehrere Anstündegegeben zu haben. ES versammelten sich daher ihre Vettern, die Gr. Haug, Ulrichund Johann von Montfort-Tettnang und Nothenfels zu Ravensburg und verglichendiese drei Brüder am Montag nach Simon und Judä 1315 dahin, daß die bishervon ihnen gemeinschaftlich besessenen Güter getheilt werden sollten, und zwar erhieltGr. Hugo Bregenz mit allem, was dazu gehörte (sämmtliche schwäbischen Besitzun-gen), dem Gr. Georg verblieben die östreichischen und Steicrschen Güter, namentlichdas Schloß Beckach, Krembs, Mönsperg und Rohrau mit Zugehorden, der dritteBruder Herrmann aber erhielt ein jährliches Deputat von 200 Fl. aus den Ein-künften der Herrschaft Bregenz, welches er nicht lange genoß, da er noch im näm-lichen Jahre (1315) ledig starb. Von diesem Deputat sollten nach dessen Todejährlich 150 Fl. an Gr. Georg bezahlt werden.

H S. Anhang Nr. 303.2) S. Anhang Nr. 311.H S. Anhang Nr. 312.ch S. Anhang Nr. 325.