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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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sanken, bis endlich diese einst so mächtige und angesehene Familie mit Gr, Christophvon Werdenberg im I. 1534 erlosch

Doch fasten wir den Faden der Geschichte auf und sie wird uns zeigen, wiedaS oben Gesagte sich durch eine Reihenfolge von 300 Jahren erwählte. Von Gr.Hugo ii-, dem Stammvater aller Grafen von Werdenberg, finden wir in denChroniken und Urkunden seiner Zeit wenig aufgezeichnet. Nach Rumpfs Schwei-zerchronik und GulerS Rhätia wird dieser Hugo um das I. 1231 und 1239 unterden Edlen Rhätiens aufgeführt, nach Brauns Geschichte der Bischöfe von Augsburgwohnte er im I. 1235 dem Tournicr zu Würzburg mit seinem Bruder Rudolf vonMontfort bei. An ihn übertrug im I. 1247 Abt Johann I. von Dissentis freiwil-lig die Schirmvogtei des Klosters, welche die Freih. von Sar früher besessen, aberzum großen Schaden des Klosters miübraucht hatten. Ein Beweis des Vertrauens,welches man in seine Rechtlichkeit setzte, zugleich aber auch des Ansehens, welcheser genoß. Seine Schwester Elisabeth war mit dem Gr. Hartmann dem jüngernvon Kyburg vermählt, dessen Tante Heilwig die Mutter des Kaisers Rudolf vonHabsburg war. Mit seinem Bruder Rurolf schein: er in Friede und Eintracht ge-lebt zu haben, wenigstens findet sich keine Spur. daß zwischen ihnen je Unfriedenund Zwietracht herrschte, vielmehr besaßen sie Lehen, z. B. in Reitenau, die siegemeinschaftlich verliehen, sowie sie ihre übrigen väterlichen Erbgüter friedlich untersich getheilt hatten. Allein eben diese ihre Eintracht und brüderlicher Sinn magdie Ursache gewesen sein, daß diese Theilung der väterlichen Besitzungen minder ge-nau und bestimmt ausgesprochen oder urkundlich niedergeschrieben wurde und diesesmag wohl eine der Hauptursachen der Fehden gewesen sein, welche nach dem Todeder beiden Vrüder, Rudolf von Montfort und Hugo ii. von Werdenberg zwischenihren beiden nachgelassenen Kindern ausbrachenz durch fast 100 Jahre, freilich mitoft kürzerer, oft längerer Unterbrechung fortgeführt, den ersten Grund zum Unter-gänge und Verfall der beiden Häuser Montfort und Werdenberg legte (s. oben §. 3.I. Abth.) Das Todesjahr des Gr. Hugo II. voik Werdcnberg ist zwar unbe-kannt, doch scheint dasselbe das I. 1258 oder 1259 gewesen zu sein, da im Jahre1260 die erste große Fehde zwischen dessen beiden Söhnen, Hugo III. und Hart-mann i. einer- und den Gr. Rudolf, Ulrich und ihren Brüdern von Montfortanderseits ausbrach.