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nit, daß er enkein Wappenrok vdcr ützit anders trug, den wie Zrer einer"*).Mit dem Vertrauen zu ihm stieg sein Einfluß, so daß die Appenzeller ihn zu ihremAnführer in diesem Kriege machten. Er rechtfertigte auch dieses ihr Vertrauen,indem er, als ein erfahrener und umsichtiger Kriegsmann, die Zugänge in dasLand durch angelegte Schanzen und Verhaue zu decken suchte und die waffenfähigenMänner zur Ordnung und Bewachung der Schanze» und Pässe gewöhnte. DerTag des Entscheidungskampfes nahte. Herzog Friedrich war mit einer starken Hee«resmacht aus Tyrol aufgebrochen. Arbon am Bodensee war der Sammelplatz. Dafanden sich die Banner des Adels, der östreichischen Städte mit zahlreichen Haufenein. Das Hauptheer sollte über den Stoß in das Land der Appenzeller eindringen,ein anderes den daselbst aufgestellten Feinden in den Rücken fallen. Rudolf hattediesen Angriffsplan entweder durch seine alten Freunde, die er selbst noch in derUmgebung des Herzogs Friedrich hatte, erfahren, oder sein vorahnender Feldherrn-geist ließ ihn diesen Angriffspunkt voraussehen, er ließ jedenfalls den Zugang zuden Bergen unter dem Stoß befestigen und mit einer Vorwache besetzen. Er selbsthielt mit dem Gcwaltshaufen auf der hinter den Schanzen gelegenen Anhöhe. Dieneben der Straße sich hinziehenden steilen Halden besetzten die Schwyzer mit einigenGlarnern und Appenzellern^). So brach der 17te Brachmonat 1L08 an, einRegen hatte die Straße weniger gangbar und den den Berg bedeckenden Wasenbodenschlüpfrig gemacht. Von Altstetten aus stieg vor Tagesanbruch das Östreich. Heermühsam den Berg hinan, Reisige und Bogenschützen voran. Mit Gewalt durch-brach die Vorhut des Heeres den Verhau, soweit es nothwendig war, den Durchzugzu gewinnen. Von den steilen Halden rollten Felsen und Baumstämme verderbend aufdie Vordringenden. In der Mitte der Höhe stürzte mit gedrängtem Haufen Gr. Ru-dolf auf die mühsam Emporsteigenden. Er selbst, mit seinem Beispiele vorangehend,hatte befohlen, daß die Seinigen barfuß streiten sollten, damit ihr Tritt fester, ihrStoß kräftiger wäre. Mit wildem Geschrei stürmten die auf der Seite aufgestelltenSchwyzer in die Vorhut der Reisigen; auf den Höhen zeigte sich ein neuer den Ap->penzcllern zuziehender großer, weiß gekleideter Haufe. (Es waren die Weiber derLetzteren in weißem Gewände, welche sich, um den Feind zu schrecken, auf den nähergelegenen Bergen sammelten.) Alles, der nasse, schlüpfrige Boden, der von obenin günstiger Stellung bekämpfende Feind, welcher mit muthvollcr Verzweiflung undangeborner Tapferkeit auf sie eindrang, alles vereinigte sich, die Angriffskolonncdes östreich. verbündeten Heeres in Verwirrung zu bringen und, indem sich dasselbe
1) Tschud, I. o. I. Bd. S. L27 setzt noch bei: „S! (die Appenzeller) truwetind Zman der erst! nit aller Dingen, wol aber nachwerts haltend sie großen Glauben an Jnne."
2) Die Beschreibung dieser Schlacht nach Joh. v. Müller, ».Buch, Hanptst. 7.