318
fers*); aber auch aus einer Urkunde Kaiser Ruprechts vom 6. Juli 1408 ersehenwir, daß dieser Verkauf von dem Gr. Hans dem ältern geschehen fti^).
Gr. Hans zog sich, nachdem er Sargans verpfändet hatte, auf das SchloßOrtenstein zurück, woselbst er im Herbste des Jahres 1400 starb. Sein Leichnamwurde nach Sargans abgeführt und daselbst zu seinen Vätern beigesetzt. Die Gattindes Gr. Hans war eine Freifr. v. Rhäzuns.
§. 12 .
Fortsetzung.
Die Grafen von Werdenberg-Sargans. Die Söhne des Grafen Sans I.des ältern: Rudolf VI., Hugo IX., Sans II. der .jüngere und Heinrich xi.
(1400—1450).
Gr. Hans der ältere hinterließ von seiner Gattin, der Freifrau von Rhäzuns,vier Söhne, nämlich die Grafen Rudolf VI. , Hugo IX. , Hans II. der jüngereund Heinrich XI. Diese vier Söhne kommen das erstemal in der Urkunde von 1379vor, nach welcher ihr Vater mit ihnen in die Lstr. Dienste (des Herzogs Leopold)tritt. Eben so sind sie in obiger Reihenfolge in Urkunden aufgeführt, durch welche(1396) Sargans mit ihrer Zustimmung an den Herzog Leopold den jüngern ver-pfändet wurde. Gleich nach dem Tode ihres Vaters erhielten die vier Brüder dieBelehnung mit den Gütern, welche von dem Bisthume Chur zu Lehen herrührten.Die hierüber gefertigten beiden Urkunden sind vom 16. Okt. 1400. In der erstem
1) Diese Chronik befindet fich als Manuskript in dem Archive zn St. Gallen. S.Anhang Nr. 141.
2) Licdkoru, »ist. üp. Our. p. 288 und OoS. krob. 129. Schon im I. 1342 hatten,wie wir oben hörten, zwischen dem Abt Herrmann von Pfäffcrs und den Brudern Rudolfund Hartmann Streitigkeiten wegen der Burg Wartenstein und den Vogteirechten obge-waltet. Gr. Hartmann bestätigte Mittwoch vor Lichtmeß 1351 die von seinem Brnder,Grafen Rudolf, geschehene Verpfändung der Vogtrechte »m 350 Goldgnlden an das Klo-ster. Den 24. Juli 1369 erhielt Gr. Hans, Rudolfs Sohn, weitere 100 Fl., damit erdiese Verpfändung bestätigte. Am Dienstag nach St. UrbanSiag 1396 verzichtet derselbeGr. Hans zu Gunsten des Klosters auf einen Geldzins, welchen er bis dahin aus demWildbade bei Pfäffers bezogen hatte. Am Donnerstag nach Lichtmeß verzichtete Gr. Hansendlich gegen den Empfang von 1200 As Hl. für immer auf alle Ansprüche an das KlosterPfäffers. SuiterS Chronik. 'Anhang Nr. 139 u. r4t.