die, welche Mercier beschreibt, und besonders füllen vieleihre wohlverdiente Muße mit Beschäftigungen, welche derWohlthätigkeit, und überhaupt dem Edleren im Menschen,gewidmet sind.
Die Pariser selbst behaupten, daß bei dieser seltsamenVerbindung von großstädtischen und großweltlichen Ansich-ten mit Engem und ewig Gestrigem die Frau eigentlichherrsche, und nirgends in der Welt der Pantoffel mehrund kräftiger regiere, als über den Pariser Bürger. Dasherrschende Ansehen, das bestimmte Benehmen, und diepraktische Gefügigkeit der Frauen des Mittelstandes, ma-chen diese Behauptung wahrscheinlich, und es scheint, daßdie Eheherren sich ganz gut dabei befinden. Sie müssendie Wohnung so oft, auf so lange verlassen, sie müssennach allen Seiten hin eine so angestrengte Thätigkeit ent-wickeln, daß sie das Haus der Gattin überlassen müssen,und froh sind, wenn sie überzeugt seyn können, daß inihrer Abwesenheit alles aufs beste besorgt ist. ZahlreicheFamilien sind selten unter dem Mittelstände. Die Män-ner heirathen nicht früh genug, und bei andern scheintaus Politik die zu große Vermehrung des Hausstandesvermieden zu werden.
Wenn auch nicht mehr mit der alten ehernen Her-kömmlichkeit, doch immer noch mit großer Achtung für dasHergebrachte, und für bleibende Verbindungen, und miteiner Positivität seines Lebens, welche für die Modenstadtwahrhaft wunderbar ist, sucht der Pariser Bürger in sei-nem Gewerbe möglichst vorzuschreiten, sich gelten zu ma-chen, sich empfehlen zu lassen, und im schlimmsten Fallesich wenigstens oben schwimmend zu erhalten. Er besitztoft nur eine sehr einseitige Bildung, immer aber die an?