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schweres Geld das ausschließende Recht gepachtet, im Gar-ten scrviren, Stühle vermiethen zu dürfen u. s. w. Daverwandelt sich nun dieser Theil des Gartens in einensächsischen Biergarten, und wird des lieben Rauchens wegenvon den Deutschen vorzüglich geliebt. Diese Westseite desGartens hat früh Schatten, und wird in guten Tagenvon s Uhr Nachmittags bis 11 Uhr Nachts, wo der Gar-ten geschloffen wird, nie leer. Die so bedeutenden Mieth-zinse und die starke Dienerschaft müssen noch einen schönenVortheil übrig lassen. Einmal erkrankten alle, welche Eishier genommen hatten, es war vor der Cholera Zeit, unddie Uebelkeiten mahntest gast; an diese. Ein minder soli-der Caffetier wäre ohne Rettung verloren gewesen. DerEigenthümer, das leibhafte Ebenbild des Königs von Eng-land, wußte die Gunst des Publikums wieder zu erhalten,und steht nun besser als je.
2 n vielen Kaffeehäusern werden jetzt Dejeuners » issourclroite von 12 bis 2 Uhr gegeben, nicht gerade zurVerbesserung der Atmosphäre für die Besucher nach Tische.Diese Frühstücke sind elegant, aber theurer als bei denSpeisewirthen.
Geraucht wird in keinem guten Kaffeehause, nur vordem Cass de Foy, aber desto mehr in den Estaminets,Bier- und Billardsälen, wo sich eine oft mehr als zweideu-tige Gesellschaft ein - und aufgedrungen hat, so daß maunichr gerne gesteht, sie besucht zu haben. Die Zahl dieserHäuser, deren Name aus Flandern stammen soll, hat sichsehr vermehrt. Auf schickliches Betragen wird in den Kaffee-häusern sehr gehalten, selbst wenn man nach zu reichlichemMahle dort verdauen will. Zank und Grobheiten kommennie, freundlicher Lärm besonders bei Provincialen vor; der