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und die Kellner schreiten mit großer Gewandtheit bei die-ser Veranlassung über die Bänke.
Die Boulevards wurden vorzüglich deßhalb das Thea-terquartier, weil man hinten um ein Stockwerk niedererist als vorn, also das Parterre dort wirklich im Erdgeschosseangebracht werden konnte. Die Italiener kehrten die Vor-derseite ihrer Bühne stolz, aber architektonisch verrückt, vomBoulevard ab, damit man ihr Theater nicht für einBoulevardtheater halten sollte.
Das Publicum ist an gewöhnlichen Tagen sehr abge-schattet in Ton und Benehmen in den verschiedenen Thea-tern. Vornehm bei den Bouffes, gebildet und gesetzt imTheatre franqais, laut und akademisch im Odcon, wo dieTruppe des Theatre franxais zuweilen spielt, dann immerlauter und derber bis zum Theatre de la Porte St. An-toine oder der Banlieue herab.
Wenn man nach dem ersten Stück das Haus verläßt,so wird man häufig angesprochen, sein Billet zu verkau-fen, und thut dieses ohne Scham oder Scheu. Wenn daszweite Stück alt und nur zum Ausfüllen gegeben ist, so bit-ten die Händler gewiß, ihnen dieContremarque zu schenken.
43.
Kunst- und Gewerbe-Ausstellungen.
Bei der anhaltenden Thätigkeit in Bekanntmachungund Erregung der Aufmerksamkeit des Publicums, welchedie Größe der Stadt nothwendig macht, besteht im Grundeeine immerwährende Ausstellung von Hervorbringungen
ParlS im Jahr« »858. 10