Band 
[Erster und zweiter Band.]
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ES blieb ihm jetzt nichts ander« übrig, als öffentlichdie Andacht für da« heilige Herz zu bekämpfen, die eineQuelle von so vielem Unheil war. Er thar es bald ineinem Hirtenbrief, den er 17Ü1 im Juuy dekanm mach«1e, worinnen er dem Volk sagte, daß die wahre Andachteben so entfernt von einem abergläubischen Femchismus(sein eigner Ausdruck) als von einem sittenlosen Laducäis»mus ist, und er verbot die Verehrung de« heiligen Herzens,als unnöthig. ( 12 ) Seratti einer von Leopolds S crrtaircn,dem Ricci eine Abschrift seiner Instruktion zugeschickt hat»1e, ließ ihm «n seinem Danksagungsschreiben auf eineseine Art fühlen, daß dieser Schrill unklug sey; allein keine- politische Beweggründe entschuldigen vor Gott einst dieVernachlässigung der Pflichten , sagt der Bischof vonPislvja, und er glaubt^ daß sein Schreiben der Weltnützlich sey. —

Nichts desto weniger war e« der Augenblick, in wel«chem der Fürst so nothwendige Reformen zum Wohl desStaate« vornahm, die Ruhe desselben durch Chikanen we»gen der grbßern Reinheit eines dennoch immer abrigläubi»schen Volke« zu stören. Die Anbetung des heiligen Herzenswar für Toskana nicht gefährlich; man mußte wartendes das Volk aufgeklärt genug war, um so etwas würdi«gen zu können. Besonders mußte man nie aus den Au«gen verlieren, daß die Menschen nicht mir Gewalt aufge»klärt seyn wollen, und daßein zu Helles Licht, sie we»„igstenK jür den Augenblick, nur noch blinder 'macht.

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Erster Theil. ' 5