Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
68
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Da« Pfingstfest kam heran. Majocchi gewissenhaf-ter als sein Vorgänger, verweigerte den beiden genau»,ten Nouiim die Absolution. An einem Aus »blick wurdedie Sache bekannt; Palli, V^arius d.s BiSthumSvon Pratv wuree davon unterrichtet; e« kau Ricci selbstzu Ohren der sich nun, um das Sichere zu erfahren, anPalli wandte. Dieser antwortete ihm, dass die Nonnenweder an die Sakramente der Kirche noch an die Ewig-keit und Fortdauer nach dem Tod glaubten; daß keläugnetcn, gewisse Verbrechen seyen Sünde, und daßbesonders die fleischlichen Lüste in ihren Augen keine wä-ren. (15) Majorchi, nicht mit dem zufrieden was erschon gethan hatte, gieng persönlich nach Pistvja, umdem Prälaten und Beichtiger der Cathcdralkirchc, einemOheim der Spighi, die Sache mitzutheilen, indem erbegehrte, daß man ohne Zeitversäumniß der Sache vor-beuge. und die kräftigsten Mittel nehme, um dergleichenfür die Zukunft zu verhüten. Ricci versprach den Schutzdes GrvßhcrzogS für ihn in Anspruch zu nehmen. „Allein„der Mdnch besser als ich unterrichtet, sagt er, wie weit„die Cabalcn der Pfaffen gehen können, wollte durchaus„fort, so leid mir auch seine Abwesenheit unter diesen„Umständen thun mußte. "

Man Mußte sich nun wohl an die ander.* Dominika-ner wenden. Ricci hatte die aufrichtige Absicht, bei die-ser Begebenheit nur in vollkommner Uebereinstimmungmit ihnen zu handeln, und sie mit ihrer Hülfe zu beendi-gen, und die Sache so geheim als möglich zu betreiben,um die Ehre der Religion und ihrer Diener zu schonen.„Allein, fügte er hinzu, die Hartnäckigkeit, die Verach,„tung und Impertinenz, mit welcher die Dominikaner„und namentlich der Prior, die verbindlichsten Anerbie-„tungen die ich ihm, machte, beantworteten, indem ich