Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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wandt, hoffte durch Geduld und Sanftmut- zu siegen,allein er war nicht nicht glücklicher als Alamanni. Riccierzählt ganz naiv, daß die Leidenschaft der Dominikane-rinnen, selbst den gelehrten theologischen Abhandlungenwiderstanden habe, die ihr Secienhirl absichllich gemacht-attd, um ihnen zu beweisen daß sie nachgeben wüßten.Der neue Prälat wünschte eben so sehr als sein Vorgän-ger, einigen Beistand von der Kongregation zu erhalten:doch sie blieb in diesem Punkt beharrlich auf ihrem einmalangenommenen System. Endlich wurde der Skandal sogroß, daß der Großherzog es für nöthig fand, seine Autoritätgeltend zu machen, um die Frechheit derjenigen Nonnenzu zügeln, welche die andern, die sich an die Regierunggewandt hatten, sogar umzubringen drohcten. —

Leopold wollte nun eine allgemeine Maasregcl neh-men, in der Hoffnung, daß'sie auch nachdrücklicher seynwürde. - Er ließ an alle Bischöffc in ganz Toskana einCirkulalr-ergehen, worinn er ihnen befahl, sich sämmt-lich nach Rom zu wenden, um zu verlangen, daß ohneAusnahme, die Leitung aller Nonnenklöster den Mönchenabgenommen würde, von welchem Orden sie auch seyen,um sie den geistlichen ^Ordinarien zu übergeben. DieseMaasregcl hatten seit Cosmus 1. alle Souvcraine ToS-kaua's beständig gewünscht, und der Großherzog beschloß,sie' in Ausübung zu bringen. Die Cirkularien wurden imDezember 1777 expedirt. Die Bischbffe die sie erhielten,wußten wohl, bis zu welchem Grad die Mißbräuche gicn«gen, denen der Fürst abhelfen wollte, sie wußten auch,daß die Mönche einer der heilsamsten Verordnungen derRegierung entgegen waren, welche diese zum Wohl derReligion selbst ergehen ließ, und hatten folglich keinenVorwand um nicht zu Morchen. —

Aber der Advokat Fei, Geschäftsträger für Tvskanakeim heiligen Stuhl, war hiezu der Mann nicht, selbst