Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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gründ ihr« Handlungen. Martini der eben nicht so gewisse«,hastwie Ricci war, und der so gut wie dieser die Anmaffua,gen Rom« verdammte, schrie mehr über die Reformatv.ren, an deren Spitze er sich nicht zu stellen vermochte,al« alle, ihre Gegner. Diese erwählten ihn gerade deß.wegen zu ihrem Chef. Martini und Ricci wollten sichbeide eine Namen machen; allein der letztere war auchauf sein Heil bedacht, sein Gewissen trieb ihn noch mehran, als seine Liebe zum Ruhm; und er gehorchte denEingebungen dieses nur in so fern, als er ihm gleichePflichten mit dem ersten auferlegte. Er hatte da- Glückvntcr^mem Fürsten zu leben, der gerade so wie er dachte.Daher kam es) daß als Gerätst, bei der Installation deSErzbischoss, dem Großherzög vorschlug, die persönlicheSache Ricci's mir Rom bei Seite zu legen, ihm deraufgebrachte Leopold sagte, es würde eine Niederträchtig»keit seyn, einen Mästn im Stich zu lassen, der sich fürden Dienst seines Souverains geopfert habe, er trug so»gar seinem Sekretair auf, dem Bischof von Pistvja inseinem Namen aufs neue da« Versprechen zu wiederho,len, daß er ganz auf seinen Schutz zählen könne. Leo»pvld that noch mehr, er wollte von nun an diese Sacheselbst betreiben, und schickte eine in sehr starken Ausdrä»cken von ihm selbst abgefaßte Denkschrift nach Rom. —

Er beklagte sich darin mit Bitterkeit, wegen demunschicklichen Styl, den der Pabst nicht erröthet habe inseinem Breve an Ricci zu gebrauchen, den er, Leopold,fest entschlossen sey, mit seiner ganzen Macht zu unter«stützen. Er fügte hinzu, daß er nie einwilligen würde,die beiden Nonnen, dem heiligen Gericht zu überliefern,wie es der Pabst verlangt hatte, und er drohcte ihm of»fen, daß wenn nicht in Kurzem die Verordnung vonRom kommen würde, daß alle Nonnenklöster LoSkana's