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«em Zimmer Pillen von Gegengift fand, von denen ersicher Gebrauch gemacht hatte. —
,,J» diesem Zustand lebte der Pabst den ganzenMonat Mai, so wie den Juni und Juli,* indem er sosehr e< in seiner Gewalt stand, die Abnahme seiner Kräftezu verheimlichen suchte: dcmungeachtet verbreitete manüberall, daß Sr. Heiligkeit bald sterben muffe; einigebestimmten sogar den 16. Juli zu seinem TvdeStag. Alsdieser vorüber war, sagten sie der Pabst würde im Okto,der sterben: dieß schrieb man sogar.von Deutschland undandern Orten her.
„Im Juli, fieng der Pabst eine Kur abführenderWasser an, die er jede» Jahr brauchte, um sich vonbösen Säften zu befreien, die sich auf die Haut warfenund ihm reden Sommer inkommodirten. Man bemerktedaß dieser Ausschlag anfänglich nicht so stark als in denvorhergehenden Jahren war, aber im Monat August trater wie gewöhnlich, ganz hervor. Dcmungeachtet, dauertedas Brennen in der Gurgel, die Schwäche, die Gewöhn«heit den Mund offen zu halten und außerordentlichesSchwitzen, fort. Man sagte, daß Letzteres durch Kunstvon Sr. Heiligkeit selbst hervorgebracht wurde, welcherdadurch zu genesen hoffte.
„Gegen daS Ende Augusts, empfieng der Pabst dieMinister, ungeachtet seiner großen Schwache und Unruhe,welche ihm seine Unpäßlichkeit machten, die ihn seinerguten Laune und seiner angebornen Sanstmuth beraubte.Er wurde jezt sehr leicht aufgebracht, und unwillig- ob«gleich die treffliche Erziehung die er erhalten hatte, so wiedie heilige Moral die er ausübte, ihm oft das Uebel über«winden halfen, so daß er eine Probe der Leutseligkeitablegte, mit der er gewohnt war, jedermann zu behan-deln. Während dieser Zeit schrieb der General-VikariuS