185
von Padua, dem Sckretair der Congregation fls rek,r>8jes^itsrum (der Sache der Jesuiten), daß mehrere Ek'Jesuiten bei ihm gewesen seyen, welche, da sie ihn vonihrem dritten Orden (tiorce-oräre) hielten, heftige Aus,fälle aus den Pabst gemacht hätten, indem sie erklärten,daß er noch vor Ende Septembers sterben würde. —
Den 10 . September Abends, bekam der Pabst da»Fieber nebst einer Ohnmacht und eine gänzliche Erschlaf-fung aller seiner Kräfte, und man befürchtete, daß erbald das Leben verlieren würde. Noch denselben Abendzapfte man ihm ungefähr zeben Unzen Blut ab, dochfand man durchaus kein Zeichen von Entzündung, auchbei seinem Athemhohlen, am Urin und der Brust bemerkteman nichts Beunruhigendes.
Auch sah man, daß da« Blut die gehörigen wäßerigenTheile bildete, obgleich der Arzt crkärt hatte, daß dieKrankheit aus Mangel an diesen entstanden wäre, worandaS außerordentliche Schwitzen seiner Heiligkeit schuldsey. — Der Pabst hatte wirklich den andern Morgen umeilf Uhr kein Fieber mehr, und so blieb er den ganzenTag über/ den folgenden Tag (12. September) stelltensich seine Kräften wieder ein, so daß er den 14. und iS.seine gewöhnlichen Spaziergängr machen wollte, und daßer sogar glaubte, nach Castcl Gandolfo abreisen zu kön-nen, wo er das Landleben genießen wollte, wie er da»jedes Jahr in dieser Jahrk,eit zu thun pflegte. —
Aber den 15. September verfielen seine Heiligkeitin die vorige Schwäche, zu der sich ein ganz äußerer,deutlicher Schlaf gesellte, der bis den ist Tag undNachtdauerte. Dann am 1y> bekam er wieder daS Fieber, eineGeschwulst am Unterleib und Zurückhaltung des Urins;man lieS ihm zur Ader, das Blut zeigte aber keine Spurvon Entzündung; die Brust und der Athem waren frei.