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Unwissende», Abergläubigen und Fanatikern festhielten.Am Abend vorsdcm Dreikönigsfeste las man mit Erstau,nen an der Thüre der Kathedrale mit großen Buchsta-ben die Worte angeschlagen: Orute pro opisoopo noslrokereroäoxo (betet für unsern ketzerischen Bischof). Mansuchte bald die Art der Ketzerey,, deren man ihn beschul-digte, speziell zu benennen: zuerst, sagt er, war es derJanscnismuS, ohne daß seine Feinde selbst wußten, wassie sagen wollten; später hieß es, er wolle die ganzechristliche Religion vertilgen. Leopold, dem eine wach-same Polizei bald die vorzüglichsten Anstifter dieser nächt-lichen Machinationen anzeigte, ließ einige der geheime»Agenten RomS ernstlich warnen, ihr Betragen zu än-dern. Einer der ärgsten war ein gewisser Kanonikus Nelli,Kammerherr des Nuntius Crivelli, welcher letztere selbsteinen Verweis erhielt» weil er in dem Verdachte stand,an dem obengenannkcn beschimpfenden Anschlag Theil ge-habt zu haben.
Aber dieß war?» noch die unschuldigsten Unterneh-mungen gegen den Bischof von PiStoja. Wie viele ano-nyme Briefe, voll von Drohungen, erhielt er täglich,sagt der Herr Abbe X. in dem nicht erschienenen LebenRicci's. Welche Furcht suchte man ihm einzuflößen, baldvor Gift, das ihn cryiarte, bald vor Mördern, die bereit "wären, ihm da« Herz zu durchbohren. Und dieß warenkeine eitle Schickungen. Man suchte nicht nur einigeseiner Bedienten zu bestechen, um heimlich freien Zutrittin seine Geschäftszimmer und in sein Kabinet zu haben;sondern der Bischof wurde sogar benachrichtigt, er sollesich wohl in Acht nehmen, wenn er auf sein Landhausgehe, weil man in einer Versammlung von Verbrecherneinen Preis auf seinen Kopf gesetzt und sich einer erbotenhabe, er wolle ihn um 100 Thaler erschießen. So vieleGefahren hatten von dem Prälaten seine Verwandten,