Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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ja selbst seine Freunde entfernt: die Minister des Groß«Herzogs und seine eigenen Amtsgcnesseu benutzten dieseTrennung,.um ihm in allem, was er unternahm entge«gen zu arbeiten und ihm immer neue Hindernisse in denWeg zu legen; r« gelang ihnen sogar, ihm in der fürst-lichen Familie selbst Feinde zu erwecke«. -

Rom wollte auch mit in das Komplott treten; alles,was es für den Augenblick thun konnte, war, den Kate-chismus zu verbieten, den Ricci angenommen und zumGebrauch scimr Diöcesc bekannt gemacht hatte. Zwarrichtete sich die Verdammung blos gegen die in Genuagedruckte Ausgabe, die nur einem Bischof gewidmet war:die zwei andern italienischen Ausgaben waren gewisserArt ausserhalb des Bereichs der römischen Schläge, dadie von Neapel der Königin gewidmet, und die von Ve-nedig mit der Billigung des General-Inquisitors der Re-publik versehen war,' dessen Ausfprüche, die Erlaubnißzur Bekanntmachung und zum Verkauf von Büchern be-treffend, der heilige Stuhl nie zu kassiren sich verpflichtethatte. Dieser Umstand machte, daß sich der Bischof vonPistoja leicht aus der Schlinge ziehen konnte; er zog dieVerdammung RomS in keine» Betracht und behielt sei-nen Katechismus bei, der, wie er sagte, bloß der Wie-derabdruck des venetianischen war.

I -

Während dieses vorging, hatte Ricci einige Zwistig-keiten mit Mansini, Biichof von Fiejvla, der wie wirgesehen haben, einer seiner Freunde und Bewunderer ge-wesen war. Di« Veranlassung dazu ist zu sonderbar,als daß wir unterlassen könnten, davon zu sprechen.

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Nahe an einer Villa des Bischofs von Pistoja, diein der Provinz Chianti, zum Sprengel Fiesvla gehörig,lag, war eine Kirche oder Kapelle, über die Ricci das