Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
109
JPEG-Download
 

109

heit angenommen u. s. w. Ricci wiederholt hier nur das,was ich schon mit ihm im 27stcn Kapitel erzählt habe.Er endigt sein Gemählde, wie das erstemal, damit, daßer die in solcher Schule gebildeten Mönche als um so ge-fährlicher schildert, weil sie meistens dazu bestimmt seyen,Prediger und Beichtväter mit dem größten Zulauf, undaller mit Geschäften überladenen Geistlichen zu werden.

Der Bischof antwortete Lampredi, daß die Studien,anstatt zn Giacchcrino ohne besondern Befehl des Fürsten- nicht aufgehoben werden dürfte, und der dem Hof vondem Prälaten angezeigte, Mönch, wurde für feine Jntri«guen mit dem Verbot bestraft, sich in Zukunft der Diö,rese von PiStvja nicht mehr zu nähern.

Jeder persönliche Sieg gab ihm dann Veranlas«sung, den! Fürsten über die Naiur der Mißbräuche,die er zu bekämpfen hatte, aufzuklären. Bey dieserGelegenheit schrieb er einen langen Dricf an die Regie,rung über die Zwistigkeiren mit den Mönchsorden, undüber die Art, wie man ihnen künftig vorbeugenkönne. Er schloß damit, „daß der Monchsstand ei,„ncr Wiedergeburt fähig sey, wenn man ihm gcwißcr,„maßen die Kutte ausziehe und aus seine alte Form zu«„tückführe, aber haß die „Mönchcrei" nicht anders re«„formirt werden könne, als dadurch, daß man sie ganz„vernichte: daß mau mit den daran klebenden Ideen die„Aemter der Generale, Provinzialcn, kurz alle«, was„einen Staat im Staate bilde, gänzlich verschwinden„lassen müsse. Jedes Kloster müsse eine von jeder an,„den, getrennte, ganz isolirtc Anstalt seyn, wie es die„Häuser der Cvngrcgatio» von St. Filippo Ren seyen„u. s. w.

L) Lbs il inoo««kl»irio er« rltormsbile, »krstimäolo e r»7