Band 
[Erster und zweiter Band.]
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129
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Dieselben Feste waren von Ablaßversprechnngen be-gleitet, die ebenso ausschweifend, als albern und anstö-ßig waren: sie scharrten auf diese Weise, besonders aufdem Lande, große Summen Geldes zusammen. Mandachte daher daraus, diesem Mißbrauch, so wie der Bet»tcley überhaupt zu steuern. Schon eristirten in Tvskanamehrere Gesetze gegen das Betteln der Mönche; alleinste wurden aus Nachläßigkeit oder Schüchternheit derer,denen die Aufsicht über ihre Ausführung übertragen war,selten befolgt. Ricci beschäftigte sich ernsthaft und mitdein größten Eifer mit der Sorge, zu verhindern, daßdie Ucberschwemmung dieser zahlreichen Bettler und „Four«ragicrer" irr das Land, besoudccs zur Zeit der Ernten,die Bauer» seiner Diöccse nicht noch ärmer mache»möchte; aber es gelang ihm nicht. Die weniger unnütze,als schädliche Gattung der „Sucher" (corearor-l) ver«breitete, sagt er, daselbst die schlechten Sitten, und denAberglauben; sie säeten überall Zwietracht unter die Fa«Milieu und Spaltung unter das Volk.

„DaS Ministerium, gewohnt. Mit den Mönchen',„wie mit einer auswärtigen gefährlichen Machr zu unter«„handeln, war Schuld daran, daß der Monarch in die«„sem Fall nicht die nothwendig gewordene» radikal»„Mittel anwendete: indem man das Uebel beständig„reizte, ohne es auszurotten, machte man die Wunde„bösartig, wie man sich davon überzeugen konnte, als„zu unserm größte» Unglück der große Leopold Torkana„verließ

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Zweiter Theil. 9