Band 
[Erster und zweiter Band.]
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stände nothwendig geworden waren. Er richtete die Re« lform in den Conservaloricn und andern Oereern, welcheFrauen ein friedliches Asyl darboten, so ein, daß ein Mit- ^telzustand zwischen Heirath und Klvsterleben daraus wurde.

Eine mißverstandene Frömmigkeit hatte eben so vielKlöster daraus gemacht, wie es die Mönche der verschie-denen Orden mit ihren Ticrzarierinnen und überhaupt mit !allen Frauen gemacht hatten, die sich mit ihren Anstalteneinließen, und sich irgend einem frommen Werke wid-meten.

Seine Absicht war nur, die Zahl der nützliche» Haus-hälterinnen und gute» Familienmütter in seinen Staatenzu vermehren, und die Zahl der unglücklichen Opfer, ei-ner erzwungenen Keuschheit zu vermindern.

Er wußte daß die eingewurzelte Gewohnheit einerklösterlichen Erziehung, die so zu sagen, schon in der Kind-heit anfängt, nachher die meisten dieser unglücklichen Opferzurückhielt.

Er erlaubte allen Nonnen in ToSkana, in einer be-stimmten Zeit zwischen dem gemeinen, klösterlichen, unddem Leben in dem reformirten Conservatorium zu wählen,wo sie fortfahre« dursten, ihre alte Regel zu befolgen,insofern sie mit der de« Hauses verträglich war, und ih.nen erlaubt war, ihre alte Kleidung fortzutragen. Ihre.Pachten in dieser neuen Laufbahn waren, nur dem Volkund dem Staat zu dienen, indem sie umsonst, selbst dieärmsten Mädchen, irgend eine Handarbeit und die Grund-sätze der christlichen Religion lehrten. So verständigenund frommen Absichten, fährt Ricci fort, widersetzten sichdie Bischbffe, Priester und Mönche, die keinen andernGrund zum Handeln kannten, als Ehrgeiz und Habsucht.

Seit der Bischof von PiStvja Vikar der Diöcese Flo-