145
renz, und könialicher Kommissär bey der für die Dermal«tung der Klöster niedergesetzten Kommission gewesen war,kannte er den ganzen Einfluß der Priester und Möncheauf die Nonnen, utid den Theil, den an ihren uncrmeß«liehen Reichthümern besonders ihre Beichtvater, ihre Di<rektoren und selbst die Bischdffe hatten. Er sagt uiiS,daß die 50 Frauenkldster der einzigen Diöcese Florenz einEinkommen von mehr als 200,000 Thaler besaßen, einereiche Quelle, setzt er hinzu, die H-b uchr de- Klerus zunähren. Die übrigen tvSkanischen Klöster, 151 an derZahl, die Sicnenischen nicht mitgerechnet, besaßen einjährliches Einkommen von 220,ooo Thalern. FlorenzZählte 1Y60 Nonnen, und ganz Lvskana, die ProvinzSiena nicht mitgerechnet, 5970. Diese von Kirchenvor»sichern herrührenden Angaben, fügt der Prälat hinzu,sind noch alle weit unter der Wahrheit.
Der Nuntius Crivelli suchte eines Tages Ricci, derMit Feuer da« Gegentheil behauptete, zu beweisen, daßder Papst wohl harau thue, sich den, von Leopold befoh,lene« Aushebungen von Klöstern zu widersetzen-. Der, Prälat bewieß ihm, daß Florenz innerhalb, seiner Mauer«mehr Klöster habe, als Rom selbst, obgleich sich seineBevölkerung nur bis zu etwas mehr, als der Hälfte, vv«der der Hauptstadt der Christenheit erhebe.
„Deswegen, fügt er hinzu, war dieser Plan Leo«„polds, der nach und nach und ohne Lärmen dem Geitz„der Geistlichen und Laien alles entzog, was ihm seither„jum Vorwand und zur Aufmunterung gedient hatte,„soviel« arme Mädchen für ihr ganze« Leben unglücklich„Zu machen, und der unermeßliche Reichthümer zu einem„nützlicheren Gebraiich, d. h. zum Vorrhcil der Kirche„und des Staates verwendete, deswegen, sage ich, war