Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
154
JPEG-Download
 

154

Marcell» auf dem Berge beitrügen; und damit den srom«wen Absichten der Stifter Genüge geleistet würde, befahlman den Kaplanen und Predigern, für alle Wohlthäterdes KirchengutS im Allgemeinen zu beten.

Diese Verordnung führte noch eine andere herbey; >der reformirende Bischof, immer an seine Bürgerpflichtendenkend, befahl, daß in Zukunft alle Gläubigen, dir, umeiner GewiffenSverpflichtung Genüge zu leisten, sich ab»sindcu wollten, sich an die Kafsenverwalter eben diese- >KirchenguleS, und nicht an den römische» Hof zu wen» !den hätten, der unter dem Vvrwand von Beiträgen zumBaue St. Peters nicht aufhöre, die Diöccsen und frem» jden Staaten arm zu machen. Rom fand sich gewöhnlich ^mit 10 Procent ab; von nun an taxirte Ricci und stellte Iden Ertrag dieser frommen Geschenke zur Verfügung derKirchengutSkaffe, wo sie zur Erhaltung der Diener derKirche, der Kirchen und heiligen Gefäße, und zur Ver,Mehrung der den Armen bestimmten HülfSgelder angewen»bet wurden. Der Großherzvg unterstützte seinen Bischofin seinen wohlthätigen Entwürfen, und der Prälat sagt un-selbst, daß er oft von dem Fürsten die Erlaubniß erhielt„zum Vortheil armer Familien, und zur Deckung der Er»„haltungs- und ErziebungSkosten ihrer Kinder die Sum»„men anzuwenden, die für Meffelesen, oder für die Pracht„gewiffer Stiftungsfeste gegeben worden waren *)."

Dieß ist nicht alles: das Gute, was diese Maßregelunbestritten erzeugt hatte, flößte Leopold den Wunsch ein:sie so wert als möglich auszudehnen. Er fing damit an.

l) . . . äi voltsrs a vsntsggio äi povere tamiglis, o perla sussistears o per la eäucgrüono äs, toro kgli, «zuei-le ehe äovss spsnctersi per ls soääisksrione äi od-bligki äi messe, teste, etc. — to. t2 verso.