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der Fürst im Gegentheil, durch eine übertriebene Ach«tung für ihre Unabhängigkeit verblendet, ihnen zu vielFreiheit laste, weil sie von der ihnen übertragenen Gewaltnur einen sehr schlechten Gebrauch zu machen wüßten.
Man trat jetzt in das Jahr 1786, zufrieden mit derkritischen Untersuchung, die der BilSof von PiStoja mitdem Hirtenbrief Mancmi'S vorgenommen hatte, schickteihm der Großherzog auch zur Prüfung und Bcrichkerstat»tung das Rundschreiben, das er selbst an die rvskanischenBischöffe erlassen wollte, und worin er ihnen verschiedenekirchliche Punkte vorschlug, über die sie reiflich nachden.ken sollten, um sich dann in ihrer Versammlung besserdarüber berathschlagen zu können. Ricci machte mehrereAbänderungen in der Arbeit des Fürsten, setzte hinzu undstrich weg, so viel ihm nöthig oder wenigstens nützlichschien; aber sein Bericht kam zu spät, und die meiste»seiner Verbesserungen konnten nicht mehr befolgt werden.Indessen behauptete man doch, als die Versammlung al«lcr toskanischen Bischöffe zu Florenz gehalten worden war,selbst öffentlich, die vorgeschlagenen Punkte seyen vonRicci,' um sie der Geistlichkeit desto gehässiger zu machen.
Da« Rundschreiben, daS der Großherzvg durch sei.pen Sekretär Alberti schreiben ließ, war vom 26. Ja«nuar'datirn er gestand seinen Bischvffen 6 Monate Zeitzum Nachdenken zu; aber er wollte, daß sie nach dieserZeit, eine unumwundene, kategorische Antwort gebe»sollten. Sein Zweck war, sagte er, zuletzt diesellunPunkte einem Nationalkoncilium vorzulegen, um in demganzen Großherzogthum eine vollkommene Einheit derLehre und Kirchenzucht zu erzielen, vorzüglich im Betreffder Bücher, die zur Belehrung des Volks dienen sollten,und der Anordnung der UnterrichtSanstalkenj! der Orvcu«.geistlichen.