Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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lente und seinen ganzenEifer für da« Wohl seiner Schaf«zeigen.

Ricci hoffte, es werde ihm besser gelingen. Er wen-dete all' sein Ansehen an, daß die „die Rechtfertigung"betreffenden Punkte in den Konferenzen der bischöfflichenVikarien genau untersucht wurden, wo man die Materiefür die Sprengelsvnodcn vorbereitete, zu deren Besuchder Großberzvg die Pfarrer unaufhörlich aufforderte. Erverbreitete auch gute Bvcker, unter anderen die des Ka-nonikus Palmieri von Genua, den er selbst persönlich sichverband, indem er ihn der Kongregation der Philippinerin seinem Vaterlande entführte, um ihm zu Leopolds gros-ser Zufriedenheit eine Stelle an der Kathcdralkirche zuPistofa zu geben/ er ließ aus vollen Händen den Trak-tat des Kanonikus „über den Ablaß" austheilen, mit demBefehl, ihn aufmerksam zu studiren, und sorgfältig dar-über nachzudenken. Sciarelli, Bischof von Colle, ein auf,geklärter Mann von exemplarischem Lebenswandel, schafftesich ebenfalls eine große Parthie davon zur Belehrungseiner Geistlichen und seiner Gläubigen an.

Ricci wünschte schon lange eine Reform des Breviers:tt hatte selbst schon unter seinen Papieren Arbeiten ent»werfen, die diesen Gegenstand betrafen, und endlich führteer seinen Plan aus, was wie er sagt apokryphisch oderwenig erbaulich war, alles, was mit einem Wort dasGepräge des Aberglaubens oder der Heuchelei an sich trug.Seine französischen Freunde, die Abbes Maultrvt, Lcioyund Element, so wie die Italiener, welche sich zu den-selben Grundsätzen bekannten, hatten sich beeilt, ihm ihreIdeen und Ansichten mitzutheilen, nm eine vollständigeReform des Breviers und Meßbuchs zu bewerkstelligen;aber R»cci wußte bey dieser Gelegenheit der Klugheit einOpfer zu bringen; er begnügte sich mit dem glücklichen