Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
198
JPEG-Download
 

Dieß war nicht das einzige Uebel, was Ricci'S Feindedamals angestiftet hatten. Sie hatten auch bewirkt, daßhie Bekanntmachung der Akten seiner Synode bis »achdem Kvncilium von Florenz verschoben wurde. Da sieeinmal diesen Zweck erreicht hatten, streuten sie boshafterWeise aus, diese Bekanntmachung sey von her Regierung

verboten worden, und der Groghezzog selbst sey sest ent« ^schloffen, ihr sein königliches „Lxeezuatur" nicht beyzu- ^setzen. Als der Bischof von PiStoza diese nrue Machina- ition erfuhr, drang er in Briefen in Leopold, seinen Derschluß zu ändern, und sogleich mit aller möglichen Billi« igung und Bestältigung der Regierung, die Akten einerVersammlung erscheinen zu lassen, die auf diese Weiseden Intriguen des römischen Hofes unh den Verläitmbun-geq seiner Kreaturen nicht entgehen konnte,

Andererseits drohte man in Rom diese Akten einerstrengen Prüfung von Kardinälen, hie, sobald jene unterdas Publikum gebracht würden, der Papst zu diesemZwecke versammeln würde, zu unterwerfen. Leopold, inder Furcht den künftigen Gegnern seiner Versammlungneuen Vorwanh zu.m schaden zu reichen, beschränkte sichdarauf, an Ricci ein Schreiben voll von Versicherungenseiner Zufriedenheit Wi> Billigung hinsichtlich des Syno-duS zu PiStoja zu erlassen, worin ausdrücklich erwähntwar, daß der Druck der Akten eingestellt wäre, eine Ein-stellung, welche nur für den Augenblick statt finden sollte:Ricci erkiest die Erlaubniß, dieses, Schreiben, wem erpur wollte, vorzuweisen,

wissen nicht, ob diese Unterbrechung blos von seiner letztenKrankheit herrührt- Wir halten unS von hier an vor allenandern an die schon oft angeführte Schrift;