Band 
[Erster und zweiter Band.]
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sagte man, das Abbrechen oes Mars der^intola (Gür-tel) zu verhindern. Man bestieg die Thüren, läutetemehrere Stunden lang Sturm, riß das Wappen und denbischöflichen Stuhl des Bischoffs vom Chor, und ranntemit denselben mitten auf den großen Plaz, um sie dorrnebst einigen Büchern, die man wie ste i» den Wurf ge-kommen waren, in der Sakristei und der bischdisiickenWohnung genommen harre, zu verbrennen. Die Kircheblieb auf Befehl der Aufrührer die ganze Nacht erleuchtet,und der heilige Gürtel zum Behuf der Andächtigen zurVerehrung ausgesetzt.

Vom Tempel weg begaben sich die unruhigen Köpfeauf den Platz wo alle, den nunmehr unterdrückten geistlk,chcn Brüderschaften angcbdrigen Bildsäulen und Abbil-dungen niedergelegt waren, um sie von da in Prozessionin die Hauptkirche zu traqen, eine brennende Fackel inder einen und eine Weinflasche in der andern Hand. Die-selbe Ceremonie ward den Heiligen zu Ebren, deren Feier,tage Ricci abgeschafft hatte, angestellt, während die Mes-sen derjenigen Heiligen deren Veredlung er eingeführthatte, aus dem Meßbuch gerissen, und nebst den Bü-chern welche der Bischof an seine Geistlichkeit ausgetheilthatte, in die Flammen geworfen wurden. So weit giengihre ausschweifende Wurh, daß sie die kurz zuvor in je-dem Kirchspiel neucrbauten Taufkapellen niederrißcn. DieM rglieder der neuen Pflanzschulc wurden aus ihrer Be-hausung gejagt, die Vorsteher derselben mit dem Tode be-droht. Mit Gewalt erbrach man die Häußer der Geistli-chen von denen man wußte, daß sie den Bischof begün-stigten, und die Kirchen in denen sie den Gottesdienstversahen, wurde« verwüstet: alle die Prediger zwang manvom Bette aufzustehen, im Hemde in die Kirche zu gehen,und daselbst vor den Bildern die kleinen Vorhänge (man-