Band 
[Erster und zweiter Band.]
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relllni) die ihnen Ricci abzunehmen für gut gefundenHan«, wieder an ihre Steven zu bangen. Bald warenalle Kirchen von Prato, gleich tftr Hauptksrche erleuchtet»und alles rannte denselben zu, um dort, wie es nun je»der für gut fand, zu beten oder zu singen.

Des andern Morgens frühe kamen alle die Landleutevon der Umgegcud haufenweise in die Stadt, und stürz»tcn von Kirche zu Kirche zu Betrachtung und Anbetungder alten Heiligen, die nun ihrer Verehrung wieder freigestellt waren, und der Bilder, auf'S neue mit Schieyernbedeckt, in ihre» Augen nur um so ehrwürdiger geworden iwaren. Schon war die ganze Diöcese und PiStoja selbstbereit dem Beispiel von Prato zu folgen, als plötzlichLeopold in seiner ganzen Kraft gegen die Partheigängerauftrat. Eine von Florenz aus abgeschickte Truppenab»theilung brachte in kurzer Zeit alles in die Schranken derPflicht zurück. Zu Prato schloß man die Stadtthore;die Straßen wurden verrammelt; die Häußer und Bu»den wurden auf Befehl geschloßcn, viele Personen wur«den verhaftet, und in die Hauptstadt geliefert: unter die-sen befanden sich Männer die im Orte selbst große AuS,leichnung genoßcn. wie z. B. der StifiSherr MiglionatiFahnenträger von Prato, und der eigene Bruder des Erz»bischvffs Martini. Der Großherzog verordnete Alles inder ganzen Diöcese und namentlich zu Prato wieder aufden Fuß zu bringen, auf dem es vor dem Aufruhr ge,

Wesen wäre.

Der Schmerz den Ricci über diese traurigen Reuig»keiterr empfand, ist unbeschreiblich. Jedoch ließ er sichdadurch nicht abhalten sich den 2t. May mitten durchdas Volk, das um ihn zu sehen herbeigeströmt war, indie Versammlung der Bischöffc zu begeben. Bei seinemAuftritte unter seinen AmtSgenoffeu ward er von den rv«»