227
!tvjaver»Um»Erließ.nver»t den>atte,hrereduS,ten.
eine
bigen
deu
wür»
iwoh«
>renz,
Ricci
über
«eiche
bloß der Fanatismus erzeugen könne. Martini hörte ihnnicht an» und es bedurfte sogar des ganzen Ansehen-Leopolds, um den Erzbischos zur Ordnung zu bringen.Sein Haß gegen den Bischof von PiStoia verleitete ihn,daß er sich sogar so weit vergaß, junge Geistliche, dieunter Ricci standen, zu Priestern einzuweihen.
Ricci machte ihm abermal bemerklich, wie strafbarsein Betragen sey, daß er, wegen dieicr Ordinarien, diegeistliche Rüge verdient, und sich, als seiner bischöflichenVerrichtungen entsetzt, anzusehen habe. Lider alles dießblieb ohne Wirkung. Martini -fuhr fort die Kanons zuübertreten, um seinen eigenen Haß, und die Rache Rom-bcffer befriedigen zu können: und Ricci, der immer ge»Plagt, sich ohne Unterlaß darüber beschwerte, galt amEnde für einen unruhigen, unzufriedenen und ungesiü»wen Menschen.
Der Großherzog war vielleicht der Einzige in ganzToSkana, der ihm volle Gerechtigkeit widerfahren ließ.Er nahm daher alle Maßregeln die dahin führen konn-ten, seinen Günstling zu schützen, und die Verbessern»»gen, die während seiner Regierung eingeführt wordenwaren, aufrecht zu erhalten/ für den immer mehr wahr»scheinlicher werdenden Fall, daß er Tvskana verlassen,und einen weit größeren Wükungskreiß übernehmen müsse.Er erneuerte mir weit größerem Nachdruck seine Dro»huiigcn zu Rom, nämiiu, den päpstlichen Nuntius auSseinen Staaten wegzuschicken, urw i.inen Minister beymheiligen Stuhl zurückzuberufen, wenn man äugen»blicklich von aller Verfolgung gegen die Synode v—Pistvja abstünde, und de» Intriguen ein Ende machte.Die Furcht, ihn bald den Kayserthrv» besteigen zu sehen,machte für den Augenblick allen Schlichen der FeindeRicci'S ein Ende.
15 *
X