Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
256
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Zweiundsechszigstes Kapitel.

Ricci nimmt seine Entlassung. — Er zieht sich auf's Land zu.rückt — Tod Leopolds.

Einige Vorwürfe die der neue Großhcrzog dem Ma-gistrat von PiSloja machte, erregten bey demselben dieFurcht, ob nicht der Fürst im Sinne habe, einen festenKaraklcr zu zeigen, und der Gerechtigkeit den Sieg überden Eigennutz und die Kabalen aller Parrdien zu ver-schaffen, und waren hinreichend die Ruhe und denFrieden in der Diöcese herzustellen. Daraus geht aberder Beweist hervor, daß man auf diese Weise alles, wasnoch zu thun war, hätte durchsetzen, die vergangenen Ue-bel gut machen, und zukünftigen Unruhen vorbeugenkönnen. Ader da- lag nicht in dem Plane der Regie-rung.

Der Großherzog wendete sich an den verfolgten Prä-laten, um von ihm zu erfahren, was er gesonnen sey zuthun. Ricci, welcher wußte, daß man auf seinen Rück-tritt rechnete, und daß man bereits davon, als von einerausgemachten und unbezweifeltcn Sache, spreche, ant-wortete dem Großherzog, daß er seine Angelegenheit ganzund ohne Bedingung in seine Hände lege; und fügtehin;u, seine einzige Sorge sey nur die, daß ihm sein Ge-wisse» und seine Pfarrkinder nicht vorwerfen möchten, er