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habe mehr für sein eigenes Wohl, als für das Wohl unddie Ruhe seiner Dibcese gesorgt; aber weit entfernt, beydiesem Streit nicht nachgeben zu wollen, sey ihm viel,wehr die Idee ein Greuel, als ein Hinderniß für dieöffentliche Ruhe, und die Ruhe deS Fürsten angesehenzu werden, und er schloß mit der Versicherung, daß erimmer mit Freuden bereit sey das zu thun, was zumGlück seiner Landsleute und seines Fürsten beytrügenkönne, sobald er von der Nothwendigkeit des Opfer- über»Zeugt sey, und daß man die Schwierigkeit, die et vonfeiner Seite machen muffe, nicht für Eigensinn undSelbstsucht ansehe. Dieser Brief Rirci'S war »om 8. Mai179t datirt.
Der Großherzog zeigte ihm unterm Z. Iuny denEmpfang seines Briefes an, und überschickte ihm dabey«ine Form der zu unterschreibenden EntsagungSakte.
Ricci änderte nur das daran» wa- nöthig war, ihrdie kauomsche Form zu geben, und unterzeichnete sie nochan demselben Tage. Es dieß bloß darin, daß, da ertrotz der Reinheit seiner Gesinnungen nicht dahin habegelangen können, die Eintracht und den Frieden unterfeinen Pfarrkindern zu erhalten, er den Großherzog bitte,sein EnklaffungSgcsuch genehmigen zu wollen. DiesemAktenstück fügte Ricci einen Brief an den Papst bey,der dieselbe Bitte enthielt, und worin er gesagt, daß elnanderer Hirte, wenn auch von nicht größerem Eifer undLiebe, doch von mehr Geschickkichkeit und Glück, da»Gute bewirken möge, was der abgehende umsonst ver,sucht habe; und daß er mir Eifer di> Gelegenheit ergreifedem heiligen Stuhle seine Unterwürfigkeit und seine un.wandelbare Anhänglichkeit zu bewciße«.
Seine Nachgiebigkeit setzte die Regierung in Erstem»uen, und zur Belohnung gewährte sie ihm einen leben-,
Zweiter Theil. 17