Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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Der Geschichtschreiber des Bischofs von Pistoja hatuns dieses Rund'chreibcn aufbewahrt, das den zärtlich»sten Abschied von seinen Pfarrkindern, die aufrichtigstenWünsche für ibr zukünftiges Wohl und die herzlichste Be«daurniß, sie verlassen zu müssen, enthält. Dieser Schmerzhatte nach seiner Versicherung nur durch die Hoffnunggemindert werden können, dass sie unter der geistlichenLeitung seines Nachfolgers, glücklicher und zufriedenerseyn dürften. Unser würdiger Prälat ward dafür bestraft,sagt Herr X., daß er nach dem Beyspiel eines Gerson,Bossuct, und der D.'tter der Koncilicn von Basel undKonstanz, eine Reform hatte vornehmen wollen, dieeben so unumgänglich nothwendig ist, als solche hartnä-ckig bekämpft wurde.

Ricci zeigte seinen Rücktritt dem Erzbischvf Martiniund allen Dischbffen, sowohl den auswärtigen als deninländischen, die sich einen Namen gemacht hatten, an. Ertheilte auch die Nachricht davon dem Kayier Leopold mit,der ihm in einem sehr schmeichelhaften Schreiben dazuGlück wünschte.

Aber nicht alle seine Unglücksfällc hatten mit demAblegen, seines politische» KarakrerS aufgehört. Währender noch im Amt war, griff man bloss sein System undseine Unternehmungen au, nachdem man ihn aber ge-zwungen in das Privatleben zurückzutreten, griff manauch seine Person an. Der erste schlag den man ihmbeizubringen suchte, war, ihm im Namen der Regierung«inen endlosen Prozess an den Halsen werfen, um ihmdie Bczablung der Pension, die ihm der Großherzog an.gewiesen kalte, verweigern zu können. Allein seine Un.eigennützigkeit machte die Schlechtigkeit seiner Feinde züSchanden; er antwortete, ehe er Prozeß führe, verzichteer lieber auf alles.

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