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Dreiundsechszigstes Kapitel.
Falchi, Ricci'ö Nachfolger wird sein Verlaumder und sein Fein-.— Verfolgung von Seiten des römischen Hofer. — Zurück-
wa-
gen
gezogenes Leben Ricci'S- —^ Religionskrieg gegen die inItalien befindlichen Franzosen. — Baffcvillc wird zu Rom
ermordet.
. ' Leopolds Tod befreite Riccis Feinde, namentlich aber
Falchi den neuen Bischof von Pistoja von allem Zwang.Dieser Prälat hatte nun nicbts Angelegentlicheres zu thun,
' " als alle- was noch von Geistlichen und Professoren übrig
* ' war und Verdienst besaß, wegzujagen oder zu verbanne»,
und er preßte aus allen, bey denen er noch irgend eine Vor»d» sür ihren ehemaligen Seclcnhirten vermuthete, eine
licht Abschwörung heraus.
ihm Er vergaß sich sogar so weit, zu vermuthen, seine
sich Diöcesaugehörigen stünden in einem heimlichen Brieswech-
eich sei mit Ricci, in der Absicht sich über die Mittel zu ver-
abreden ihn zu verderben, und mit Gift aus dem Wegeju räumen: er ließ hierüber ein lächerliches Protokoll auf-nehmen, wodurch die ganze Schwachheit stineS grausamen, Verdachtes bekannt wurde.
ES war nun Zeit, daß der römische Hos anficng sichin diese religiöse Verfolgungen zu mischen, denen er alleinrin Gewicht geben konnte, ohne daß ihn bis jetzt etwas.