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Deutsche Kultur- und Sittengeschichte / von Johannes Scherr
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schätze dem Bergmann, welcher auch nach gehaltvollen Silberadern nichtvergebens sucht und dem sogar mehr als ein Körnlein Goldes" entgegen-blinkt. Noch ist der Edelhirsch und das schlanke Reh in unsern Forstennicht ansgcstorben, wenn auch llr, Bär und Wolf der Kultur weichenmußten. Zahllose Hecrden füllen unsere Weiden und in Flüssen undSem wimmelt der Fische schuppige Brüt. Und nicht nur das Noth-wendige gewährt uns die Natur; sie hat auch, dem regen Natnrgefühlunseres Volkes entsprechend, für Schönheit und Schmuck gesorgt. Deutsch­ land mit seinen Bergen und Wäldern, mit seinen Thalern und Strömenist ein schönes Stück Erde . Die mannigfaltigen Formen seiner Ober-fläche verleihen ihm jene landschastlickw Abwechselung, die für das Augeso wohlthuend ist. Bon den höchsten Alpengipfeln im Süden an stuftsich das Land durch Hochebenen und Bergketten mittlerer und niedererArt mälig bis zu den Marschen der nördlichen Küstengcgcnden ab. Wenndie Schweiz , Tirol und Steiermark die großartige Schönheit der Hvch-alpennatur besitzen, so erfreuen sich die Nord- und Ostseeländer der Poesiedes Meeres. Schwaben ist seines Schwarzwaldes amnuthvoller Wald-heimlichkeit, der Rheingan seiner romantischen Herrlichkeit, Thüringen des idyllischen Friedens seiner Anen froh. Die Haiden Wcstphalensstimmen den Wanderer zu sinnender Betrachtung, die Bergguellen desHarzes plaudern ihm uralte Sagen vor, auf Helgoland und Rügen weitetihm Seehauch die Brust und die gewaltige Donau führt ihn aus ihremLause, entlang das srnchtreiche Baiern und ins fröhliche Oestreich hinein,durch ein farbensattes Gemälde voll Reiz und Wechsel der Scenen.

Was immer die Natnr geboten, wurde von den Bewohnern Deutsch­ lands emsig und dankbar benutzt. In der Landwirthschaft steht kein Landdem unsrigen voran und nur wenige stehen mit ihm auf gleicher Stufe.Unserer Bauerschaft unermüdlichem Fleiß und entsagungsvoller Wirth-lichkeit ist die llmwandelnng der germanischen llrwaldwildniß. zu einemder bevölkerten und ertragfähigsten Länder der Welt hauptsächlich zuzu-schreiben. Sobald der Borschritt der Geschichte die Begründung und Ent-wickelung des Bürgerthums ermöglichte, scheu wir dasselbe mit Kraft undStrebsamkeit die Wege der Industrie wandeln und mit prciswürdigerKühnheit die Bahnen des Handels sich eröffnen. Dieses BürgerthumsRuhm und Stolz sind die deutschen Städte, wie sie sich inmitten einerzahllosen Menge wohnlicher Dörfer zu taufenden erheben, geschmückt mitDomen, Hallen und Palästen, angefüllt mit allem, was dem Lebenhöheren Reiz verleiht und feinere Genüsse sichert, verbunden unter sichdurch Heerstraßen, durch Wasserwege, durch dieländerciuigendcn"Dchieneupfade, auf welchen das Dampfroß ungeheure Lasten mit der Ge-schwindigkeit des Windes fortbewegt, und durch jene gleich wundersamenDrahtzügc, auf denen Botschaften mit des Blitzes Raschheit hin- und her-