deswegen einen gewissen Vorzug von der der einzel-nen Schafbauern, weil die Schafe der Erster« erstlicheine gute Weide und im Winter einer regelmäßigenund hinlänglichen Stallfütterung sich zu erfreuen ha-ben. weil schon im Voraus an einen langanhaltendenWinter gedacht und sich mit hinlänglichem Futtervor-rath versehen wird. Und wenn auch die Schafe dereinzelnen Bürger und Bauern eine gute Weide haben,so ist es doch öfters bei vielen derselben der Fall, daßsie Mangel an Winterfutter leiden, vorzüglich wennsich der Schaf - Cultivateur keinen langanhaltendenWinter gedacht hat; oder daß die Schafe aus Karg-heit, Unwissenheit, oder gar durch Ermangelung derzur Schafzucht erforderlichen Kenntnisse, oder auchwegen Mangels an Ordnungsliebe in der Fütterungvernachlässiget werden. Nur durch eine gleichmäßigeund hinlängliche Fütterung der Schafe in jeder Jah-reszeit kann eine gute Wolle erzeugt werden. Erhal-ten aber die Schafe im Gegentheil zu viel Futter, sowerden sie mehr fett als wollreich; erhalten sie zuwenig, so werden sie sowohl unter als über der Hauldürftig. Ist aber die Weide gut und hinlänglich, dieWinterfütterung aber dagegen wieder desto schlechter,so werden die Schafe nicht nur schwach und mager,sondern auch das Wachsthum der Wolle schwindet,so daß diese gleichsam in der Wurzel vertrocknet undabstirbt, worauf sie sich im Frühjahr, wo die Schafewieder bessere Nahrung bekommen, ablöst und derneuen Platz machen muß, wodurch nun eine filzigeoder zweiwüchsige Wolle entsteht, von derenNachtheil und Unwerth unten die Rede sein wird.
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