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Blöt- oder Pellwolle, Sterblingswolle u.s.w.Und von jeder dieser Arten hat man auch Merinos-wolle, veredelte und Landwolle.
tz. 53.
6. Von der Rank- oder Geröerwoile.
Diese Art Wolle kommt aus den Händen derWeiß- und Lohgerber zum Verkauf. Jene kaufen dieFeile und beizen dann die Wolle entweder mit Kalk,Asche oder Alaun davon ab. Wegen Anwendungdieser ätzenden Agentien erhalt die Wolle ein rauchesGefühl, staubt gewöhnlich etwas, öfters klebt derWolle auch noch ein wenig Haut vom Schafe an,hat auch überhaupt an ihrer Haltbarkeit etwas ver-loren ; sie walkt zwar gut, aber weder die Wolle nochdas daraus verfertigte Fabrikat ist dazu geeignet, jedeFarbe anzunehmen, wenigstens kann ihnen der Färberkeine schöne rothe und dergleichen helle Farben erthei-len. Jedoch kann man die kalkartigen Theile ausdieser Wolle wegschaffen und unschädlich machen, wennman sie in einem Wasser, dem auf 1 Stein Wolle4 Pfd. Salpetersäure zugesetzt wurde, I Stunde langkochen läßt. — Wenn man diese Wolle ohne Ver-mischung mit Schurwolle verarbeitet, so erhält dasFabrikat ein rauches und stachlichtes Gefühl. Willman sie zu Flanellen anwenden, so thut man wohl,wenn man Lammwolle darunter mengt. — Ist dieseArt Wolle von veredelten Schafen, so ist sie immernoch von besserer Qualität, als wenn sie von denSchlachtfellen der Landschafe gewonnen wird, und siekann ohne Bedenken verarbeitet werden. Aber imVerhältniß ihrer Feinheit und Güte gegen die derSchurwolle muß sie wohlfeiler eingekauft werdenkönnen, als letztere.