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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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43
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nach Aufhebung der Kraftanwendung zwar langsamerund unvollkommner in seine vorige Lage zurück, aberdesto regelmäßiger in seine vorige Lange; und ein ge-schmeidiges, zugleich feines Haar, welches wellenför-mig oder geschlängelt ist, wird bei einer gewaltsamenZerreißung seiner Bogen oder Zirkel dichter als einmehr gerades von gleicher Biegsamkeit und Feinheitzusammen gezogen, und ein dickes, zugleich hartesHaar, wenn es zerrissen wird, nimmt in seinen beidenEnden eine gerade Richtung an, dagegen wenn es sehrsein und biegsam ist, in seiner Länge eine eng zusam-mengezogene Gestalt erhält. Darauf gründet sichnun die Anwendbarkeit der Wolle zu Tuchen, tuchar-tigen und harten Zeugen, so wie das Walken dieserKunstprodukte. Man untersucht die Größe der Ela-sticität auch dadurch, daß man eine Hand voll Wollezusammendrückt, und bei Eröffnung der Hand beob-achtet, ob die gedrückte Wolle langsam aufschwilltund ihre vorige Gestalt wieder annimmt, oder ob siezusammengedrückt bleibt und eine feuchte oder patschigeWolle anzeigt.

tz- 67.

Was die Trockenheit der Wolle anbelangt, sogiebt es zweierlei Merkmale, ob sie feucht oder nichtganz trocken sei. Wenn man mit einer Hand in dieWolle hineingreift, und man gewahrt ein eigenesgrößeres Gefühl von Feuchtigkeit und Kälte, welchesvon dem, was durch den flüssigen Schweiß oder Fettentsteht, wesentlich verschieden ist; das zweite Merkmalbesteht darin, daß die feuchte Wolle, wenn man siemit der Hand stark zusammen drückt, weit langsamerwieder aufquillt, als es sonst bei Wolle derselbenGattung geschieht, und dabei dem Haare die eigen-thümliche zarte Kräuselung fehlt, oder doch nur man-gelhaft vorhanden ist.