und die langhaarige von Thoren am meisten ge-schätzt.
5) Die russische Wolle ist sehr verschieden,überhaupt aber grob und kurz.
6) Die ungarische Wolle von den National-schafen ist lang, zottig, als Zackelwolle bekannt,und taugt nicht zu feinen Tuchen und Zeugen; dieWolle von deutschen Landschaften ist zwar feiner, wirdaber nur zu ordinairen Tuchen gebraucht; es giebtaber auch in einigen deutschen Landschaften veredelteSchafe, deren Wolle zu feinen Mitteltuchen ge-braucht wird.
7) Die grobe böhmische Wolle wird selbstder feinen ungarischen weit vorgezogen, und dieveredelte daselbst wird immer mehr feiner, und vielederselben wird durch die Juden nach Sachsen verkauft.
tz. 70.
In Deutschland wird nicht nur sehr viel,sondern zum Theil auch eine sehr veredelte Wollegewonnen, welche aber größtentheils von den Englän-dern, Franzosen, Holländern, Schweizern u. a. aufge-kauft wird.
Indessen ist die Wolle in den verschiedenen deut-schen Ländern ebenfalls sehr von einander unterschie-den, jedoch wird es wenige Gegenden in selbigen ge-ben, wo die Heerden nicht veredelt worden wären,entweder durch Einführung ausländischer, besondersspanischer, Schafe, oder durch die Zulassung der ver-edelten zu den Landschafen, und durch eine zweckmä-ßigere Pflege und Behandlung.
») In Hinsicht der Veredelung der Schafe be-hauptet aber allerdings das Königreich Sachsenden Vorzug unter allen deutschen Ländern, denn die