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feinste sächsische sogenannte Electoralwolle giebtselbst der besten spanischen an Feinheit und Schönheitnicht nur nichts nach, sondern sie wird sogar viel hö-her und oft doppelt so hoch bezahlt als diese, und istbis jetzt die feinste und beste in Europa. Aber auchin den Herzogthümern Sachsens zeichnet sich besondersdie weimarische und gothaische veredelte Wollevor vielen anderen Vortheilhaft aus. Aber auch inder preußischen Provinz Sachsen giebt es eine veredelteWolle, die der obigen nichts nachgiebt.
b) In den östreichischen deutschen Ländern hatMahren, Schlesien und Böhmen, desgleichen aber auchNiederöstreich die vorzüglichsten Wollarten; aberdie feinste Merinoswolle kommt doch der sächsischennicht bei.
e) In den neuern Zeiten hat in preußischenStaaten die Veredlung der Wolle außerordentlicheFortschritte gemacht, aber die schlesische behauptetunter allen Arten den Vorzug. Von der hohen Aus-bildung der Schafe in Schlesien wollen wir die merk-würdigen, fast unglaublichen, aber durch die HerrenGrafen Stosch auf Manze und York auf War-tenberg rc. bezeugten, Nachrichten beifügen, nachwelchen im Monat März 1842 von Herrn von Hen-debrand auf Nasadet bei Raumslau aus derfürstl. Lichnowskischen Stammschäferei Bosurin(Dominino Nuchelna) ein Widder um 2500 Thlr.gekauft worden ist. Desgleichen sind in diesem Jahremehrere Widder zu 1200, 1000 und 800Thlrn. ausjener Stammheerde verkauft worden. Auch wurdenmehrere Mutterschafe zu 80 Thlrn. daselbst verkauft.
Nach der schlesischen Wolle folgt die in den Mar-ken, in Ostpreußen, Ostfriesland und Pom-mern.
r>) Die hannöversche Wolle ist nach Ver-schiedenheit der Schafracen sehr verschieden. Die