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drückt so viel Wolle hinein, als möglich ist, um sie gehö-rig zu durchnässen. Fängt das Bad an gelb, dick undschaumig zu werden, so nimmt man sie heraus, wirftsie in einen Korb, den man über ein anderes Gefäßstellt,»damit das seifenartige Bad nicht verloren geht,weil es abermals zum Waschen der Wolle und zumWalken gebraucht werden kann. Sobald als dieWolle die meiste Feuchtigkeit verloren hat, so eiltman damit an das fließende Wasser und spült siedarin rein aus. Man nimmt nämlich noch einendazu eingerichteten Spülkorb, in welchen die nochwarme Wolle in kleinen Abtheilungen (ungefähr zu2 Pfund) nach und nach gethan, und mittelst derSpülkrücke fleißig untergestoßen wird, und das solange, bis das Flußwasser nicht mehr trübe dadurchwird und rein abläuft. Auf diese Art fährt man mitdieser Arbeit fort, bis die ganze Parthie Wolle reingespült ist. Sollte aber die Wolle in diesem Wasch-bade nicht rein genug werden wollen, welches daranzu erkennen ist, daß wenn man eine Hand voll Wolleaus der Wanne nimmt, sie ausdrückt und in reinemWasser ausspült; fühlt sie sich nun noch klebrig anund sieht noch trübe, so muß man noch ein solchesUrinbad bereiten und die obige Behandlung wieder-holen, ehe sie gespült wird. Ist die Wolle aber reingewaschen und rein gespült, so läßt man sie sich größ-tentheils entwässern, legt sie auf Wollhorten und läßtsie trocken werden.
tz- 74.
Bei dieser Art Wollwäsche müssen wir noch fol-gende Bemerkung machen: der junge oder frische Harnoder Urin von Menschen enthält nicht nur eine thie-rische Substanz, welche Harnmaterie genannt wird,sondern auch freie Essig- und Phosphorsäure. Wennman aber den Urin so lange aufbewahrt, bis er an-
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