so
schiedenen Sorten der Wolle auch einen größeren Ge-winn zu hoffen, als der arme Meister, der bloß jenenAbfall der Wolle zu kaufen im Stande ist.
Da nun die kürzere Wolle zu Tuchen besser istals die zu lange, so wird der Fabrikant besser thun,letztere, wenn sie zugleich fest genug ist und sich gutausziehen läßt, als Kammwolle an die Zeugfabrikan-ten oder Wollkämmer zu verkaufen, weil sie diese ArtWolle besser benutzen und bezahlen können.
Zweite Abtheilung,tz- ?3.
Vom Reinigen oder Matchen der Wolle imwarmen Lade, oder von der sogenanntenFabrikwätche.
Um die Wolle von ihrem noch anklebendenSchweiß, fettigen und andern schmutzigen Theilenvöllig zu befreien, bedient man sich verschiedener Me-thoden und Substanzen.
a) Wenn man die Wolle in ein hölzernes Gefäßthut, und nur so viel warmes (48-45° R.) Wasserdarauf gießt, daß sie gleichförmig naß wird, sie eineZeit lang darin liegen läßt, sie öfters niederdrückt,und wenn das Bad anfängt kalt zu werden, heraus-nimmt und in weichem, fließendem Wasser gut aus-spült, so wird sie schon sehr rein und weiß.
!>) Die gewöhnlichste Methode, die Wollezu waschen, 'ist aber diese: Man erhitzt das weiche,reine Wasser im Kessel bis 75° R-, oder bis es an-fangen will zu kochen, gießt z. B- 6 Handeimer da-von in eine große hölzerne Wanne oder Gefäß, gießtnoch 2 Handeimer alten stinkenden Urin hinzu, und