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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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verfahren: Man nimmt 3 Scheffel gesiebte Asche,welche der Aescher fassen muß, und schüttet sie aufeinen Haufen zusammen. In diesen Haufen machtman eine Grube, feuchtet sie mit einigen EimernWasser oder schwacher Lauge an, arbeitet den Haufengut unter einander, und wenn es fehlen sollte, sospritzt man noch mehr Wasser darauf, damit die Aschealle feucht werde. Ist dies alles geschehen, so ziehtman die Asche unter einander und macht sie mit ei-nem Harken oder einer Schaufel locker, und zwar solange, bis sie nicht mehr ballig erscheint. Alsdannwird die Asche wieder in einen Haufen vereinigt, manmacht abermals eine Grube darein, schüttet 3 Metzenguten gebrannten Kalk hinein und übergießt ihn mit^ Eimer Wasser oder schwacher Lauge, damit er ganzangefeuchtet und aufgelöst werde. Sobald als derKalk in Mehl zerfällt und Dämpfe ausstößt, muß ermit feuchter Asche des Haufens zugedeckt werden.Sollten bald darauf Riffe auf dem Haufen entstehen,so müssen sie durch Asche oder durch das Aufschlagenmit einer Schaufel wieder verstopft werden, damit dieDämpfe des aufgelösten Kalkes nicht entweichen kön-nen. Nach ^ Stunde wird aller Kalk gelöscht seinund es werden sich dann keine Dämpfe mehr ent-wickeln; nun wird der ganze Haufen recht gut untereinander gearbeitet, und wenn sich dabei noch merk-lich große Stückchen Kalk zeigen sollten, so müssensie mit Wasser begossen werden, damit sie sich nochlöschen.

Bei dieser Arbeit ist es rathsam, daß man sichMund und Nase mit einem Tuche verbinde, damitman nicht von den schädlichen Dämpfen des Kalkeskrank werde.

Nun trägt man diese mit Kalk gemengte Aschein den auf dem Boden mit Stroh bedeckten Aescher.Wenn er halb voll ist, so stößt man mit einem eiser-