sich auch breiterer Streichen zu dieser Arbeit bedienen,jedoch haben die schmalen Blätter einen bedeutendenVorzug, indem sie sich weit mehr dazu eignen, einenganz feinen Faden aus einer Locke zu erhalten, als esmit einer Locke großer Blätter der Fall ist
Indessen sind die auf obige Art erhaltenen Söck-chen noch zu locker und lassen sich nicht gut fassenund spinnen, deswegen man die Locke auf das Locken-blatt legt und mit der rauhen Seile des Hebels dar-über weg fährt, so daß sie mehr compact und rundwerden muß. Die auf diese Art erzeugten Lockenlassen sich dann zu gleichen und höchst seinen Fädendrehen und ziehen.
§. 119 .
Will man die Locken auswärts, z. B- in Zucht-und Arbeitshäusern, machen und spinnen lassen unddie Wolle zu Hause selbst krempeln, so wird sie erstlichauf Zese-Kämmen und dann auf Strubbeln vorgear-beitet, gut eingepackt und fortgeschickt. In diesemFalle wird sie dann fast so bearbeitet wie die Baum-wolle, nämlich die eine Streiche wird auf daS rechteKnie gelegt und mit der linken Hand gehalten, dannmit Wolle vollgestrichen, mit dem andern Streichblattmehrere Male darüber weg gefahren und die Wolledes untern und dann des obern Streichblattes einMal gewendet und wieder glatt gearbeitet, noch einwenig Wolle nachgestrichen, auch diese eingearbeitetund dann die Wolle aus beiden Streichblättern aus-gestoßen und hingelegt. Hat der Arbeiter 1 PfundWolle auf diese Weise bearbeitet oder gestrichen, dannwerden die dünnen Flädchen nach obiger Art zu Locken,gemacht. Nach obiger Behandlung der Wolle Habensdiese Streichen eben den Namen „Kniestreichen"erhalten; und das aus folgende Art aus diesen Locke»