unter einander gemengt, und dann noch ein Maldurch gewolst.
§. L38.
Vrl-Surrogat.
Die englischen Manufakturisten, Beaumont, lie»ßen sich zu einer Zeit ein Patent über eine neueMixtur zur bessern (vielmehr wohlfeilem) Zubereitungder Schafwolle geben. Sie haben sie auf folgendeArt beschrieben, und sie wurde hernach in allen hol-ländischen, niederländischen, wie auch in deutschen Ma-nufakturen angewendet; sie gewährt vorzüglich denMaschinerie-Besitzern einen großen Vortheil, denn siebewirkt bei jeder Zurichtung und Verarbeitung derWolle den nämlichen Effect, den das reine Del be-wirkt.
Diese Mixtur besteht in einer Vereinigung oderLösung des Oels mit Wasser und einer darin gelöstenalkalischen Substanz, als: Pottasche, Soda, oder Am-monium, davon die erstem aber einen entschiedenenVorzug vor dem letztem haben; wir haben uns aberauch überzeugt, daß die Spinnerei-Besitzer blosAschenlauge und alten faulen Urin dabei anwenden,weil dieß noch wohlfeiler ist. Man stellt diese Ver-einigung auf folgende Art an. Man löst gute Pott-asche oder Soda in Wasser, in dem Verhältniß voncirca 24 Loth zu 8 Pfund Wasser. Wenn diese Lö-sung bewerkstelligt ist, so gießt man 2 Theile davonauf 1 Theil Del (nämlich: 1 Pfo. Oel — 2 Pfd.Kalilösung, oder 4H- Pfd. Oel --- 84 Pfd. K. - L.),und rührt beides unter einander. Nach unserer Ueber-zeugung bewirkt diese Mischung bei der Zurichtungder Wolle zu ihrer Verarbeitung eben so viel, als wiedas bloße Oel oder Kammfett.
Uebrigens paßt jede Art Oel dazu, mit welchem
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