man sonst die Wolle zu schmelzen pflegt, und die An-wendung dieser Mischung geschieht auf die nämlicheArt als mit dem Oele.
Dabei müssen wir aber noch bemerken, daß dasVerhältniß der alkalischen Substanzen und des Oelsnicht vermindert und verstärkt werden darf; würdeman weniger Pottasche rc. zu dieser Quantität Delanwenden, so würde nicht alles gelöst werden könnenund theils oben auf schwimmen; würde man aber diealkalische Lauge zu stark machen, d. h. mehr Alkalienin jenem Gewichte Wasser lösen, so würde das Oelmehr aufgelöst, als blos gelöst werden, und mehr insSeifenartige übergehen und zum Trocknen geneigtwerden.
Endlich wollen wir noch eines Vortheils erwäh-nen, nämlich, daß das aus so vorbereiteter Wolle ver-fertigte Tuch oder Zeug, bei der nachherigen Wäscheoder Walke weniger Seife erfordert.
tz. 139.
von der Kearbeitung der Wolle ;u pelzenund Lorken.
Wenn die Maschine nach der obigen Anweisungin gehörigen Gang gebracht ist, so ist die erste Bear-beitung der Wolle diese, daß sie in mehrere Pelzeverwandelt wird. Die Pelze werden nach der Qua-lität der Wolle, nachdem viele oder weniger Strähneoder Zahlen daraus gesponnen werden sollen, leichtoder schwer gemacht. Daher muß die Wolle zu einemjeden Pelze auf einer dazu bestimmten Waage abge-wogen werden. Ist diese Quantität Wolle durch dieMaschine verarbeitet worden, so wird der daraus ent-standene Pelz auf der Pelzwalze entzwei gerissen undabgenommen. Auf diese Art wird alle Wolle erst inPelze verwandelt.