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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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104
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tz. 145.

Vom Scheren der Kette oder Werkte.

Wenn kein offener Sprung der Kette beim We-ben verlangt wird, so wird jede Abtheilung des Scher-Rahmens mit 6—1—8 Scher-Spulen (Pfeifen) ver-sehen; soll aber ein offener Sprung oder offenes Geleserhalten werden, so werden in der einen Abtheilung8 und in der zweiten nur 1 Scher-Spulen aufgesteckt.Ist die Scher-Kübbe aufgestellt, aus einander gemacht,und sind die Quer-Hölzer nach der Bestimmung derKetten-Lange in Ordnung gebracht, so nimmt mandie Fäden der Scher-Spulen nach einander auf, knüpftsie zu einem Knoten, und in einer Entfernung von1 Elle von jenem fängt man von unten auf an, mit-telst des Daumens und des Zeigefingers der rechtenHand, die Fäden über's Kreuz aufzusammeln undbringt die Kreuzung zwischen die 2 Pflöcke und denAnfang des halben Ganges, bei dem Knoten, an denvordem Pflock des obern Quer-Holzes. Nun setztman die Scher-Krone mit der linken Hand in Be-wegung, und mit der rechten Hand führt man diezusammen genommenen Fäden an den Latten derScher-Krone fest fort, so daß der halbe Gang aufallen Latten derselben von oben an bis zur unternGang-Kreuzung in steter Ordnung eire» 6 Zoll auseinander zu liegen kommt. Kommt man nun zu demuntern Quer-Holz, so leitet man den halben Gangüber den innern Pflock nach unten zu wieder überden äußern Pflock und führt ihn nun unter der in-nern fort, leitet ihn auf die erste Art wieder hinauf-wärts, bis zur großen Kreuz-Webung, sammelt, ineiner Entfernung von 14 Elle von derselben, die Fä-den wieder über's Kreuz auf, bringt sie an beidePflöcke und führt den halben Gang wieder bis anden vordem Pflock, wodurch nun ein ganzer Gang