irr
tz. 161.
Beim Aufbäumen der Kette auf den zwei-männischen Stuhl werden fünf Personen erfordert,nämlich: eine, die die Kette hält, zwei müssen denKettenbaum drehen, und zwei Personen müssen denOeffner dirigiren; und da am Kettenbaume keineScheiben sind, so muß die Kette an beiden Seiten,und nach und nach schräg zu gebäumt werden. DieLeisten, welche nicht mit aufgebäumt werden, legtman auf den Fußboden und laufen dann ebenfallsüber den Schleifbaum dem Geschirre zu, wobei manihnen aber auf folgende Art eine feste Widerhaltungverschafft, nämlich: man zieht die herunter hängendenLeisten in die Höhe bis zum Schleifbaume, hängt siein einen Doppelhaken, woran eine Schnur und einStein befestiget sind.
tz. 162.
Vo« dem Unterschied und der Beschaffenheitder Geschirre, des Blattes oder Riedes, unddiete beiden einzureihen.
Nach der Anzahl der Schäfte und der Ringel,woraus ein jedes Geschirr besteht, giebt es verschiedeneTuch-, Halbtuch-, Flanell-, Fries- und Köper-Ge-schirre. Enthält ein Luch-Geschirr z. B. 2886 StückRingel, so nennt man es ein 126 gängiges Geschirr;enthält es aber nur 1446 Ringel, so wird es ein66gängiges genannt u. s. w.
Früher bestanden die Geschirre aus 4 Ober- und4 Unterstäben, oder aus 4 Wänden und man nannte sie:4schäftige Geschirre. Da diese Stäbe höchstens 4 Zollstark und 6—9 Fuß lang waren, so liefen sie krummund hatten wenig Haltbarkeit; daher erforderte dasGeschirr auch einen größern Raum und verursachtemehr Reibung der Fäden; es wurde mehr Bindfaden