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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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keinem Lödel versehen, dann muß es gereihet werden,welches nicht nur eine langwierige Arbeit ist, sondernsie muß auch durch zwei Personen auf eine sehr regel-mäßige Art geschehen, so daß keine Fehler dabeientstehen, welche sonst die ganze Arbeit vernichtenwürden.

Um das Geschirr zu reihen, wird es, wiegewöhnlich, in die Schwebe gehängt, und die Stäbedes Geschirres werden, mit mehreren Hölzern, welcheviereckige Ausschnitte enthalten, sowohl oben als un-ten aus einander und fest gehalten. Alsoann giebteine aufmerksame Person, welche sich hinter dem Ge-schirre befindet, die Leist- und Garnfäoen, nach derOrdnung des Geleses oder der Kreuzwebung, an ein,von einer zweiten Person durch das Ringel gestecktes,Drathhäkchen, welche die Fäden, wie sie auf einanderfolgen, in gehöriger Ordnung durchzieht, bis sich alleFäden in dem Geschirre befinden. Alsdann werdendie Fäden nach der Ordnung des Sprunges, nämlichder erste und dritte Faden, in das erste Ried desBlattes, dann der zweite und vierte Faden in daszweite Ried gezogen, so daß, wenn das Geschirr durchdas Auftreten auf die Fußschemel aus einander gezo-gen wird, zwei Fäden auf- und zwei abwärts gehen.Auf diese Weise fährt man fort, bis alle Fäden ein-gereiht sind.

tz. 164.

Man vergesse aber ja nicht, die größte Aufmerk-samkeit auf diese Arbeit zu wenden, damit keine sol-chen Fehler entstehen, wodurch die ganze Arbeit ver-geblich wird. Man hat nämlich dabei zu beobachten,daß keine Fäden außer der Ordnung in die Geschirr-Ringel und Blatt-Riede, wohin sie nicht gehören, ge-zogen, noch weniger aber, daß Fäden, Ringel oderRiede überhüpft werden. Der erste Fehler würde