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ganz fest gewalkt. Hier bedarf es der Aufmerksam-keit wegen des zu starken Filzens beim Reinigen oderWaschen nicht so, als bei den erster», welche nur einwenig und theils gar nicht gefilzt werden dürfen, da-mit sie nicht zu dick werden, weil dieß für den Fabri-kanten ohne Nutzen sein würde.
§. 178.
Vorn Matchen oder Reinigen mit Urin und
Seite.
Man nimmt zu einem Stück Flanell, HalbftieSo. dgl. von virc» 4V Pfd. am Gewicht 4 Handeimerheißes Wasser und 2 Handeimer alten Urin, gießt esunter einander in eine große Wanne und weicht ent-weder die Wollenwaaren darin 4 Stunde lang ein,bringt sie dann in das Walkloch und gießt die Urin-lauge nach und nach zu, oder bringt die Waare trok-ken in das Walkloch, gießt einen Theil Urinlauge zu,läßt das Werk arbeiten und gießt die übrige Unn-lauge allmählich nach. Anfangs läßt man das Werketwas flüchtig, später langsamer arbeiten. Wennnun die Urinlauge anfängt dick zu werden, so sagtder Walker nach seiner Sprache: „der Dreck hatsich gehoben," d. h. die Waare hat angefangen,sich zu reinigen. Man läßt nun das Werk noch4 Stunde lang fort arbeiten, nimmt dann die Waareheraus, ringt sie aus, bringt sie wieder in das Walk-loch, gießt noch 2 — 3 Handeimer Urinlauge zu, wievorher, und wenn sie noch eine halbe Stunde bear-beitet worden ist und die Urinlauge sängt an Hellerzu werden, so nimmt man die Waare wieder heraus,ringt und richtet sie aus. Nun bringt man dieWaare wieder in das Walkloch, gießt 3 Walkkannenvoll blutwarmes Seifenwaffer (4 Seife) nach undnach zu und läßt das Werk noch so lange fort ar-