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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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159
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ist, nochmals gerauhet wird, dann kann es rückwärtsgerauhet werden. Nun muß das gerauhte Tuch wie»der getrocknet und noch zwei Mal mit scharfen Schee-ren geschoren werden.

tz. 198.

Ist das Tuch bei dem vorigen Rauhen nicht zusehr angestrengt worden/und von der Beschaffenheit,um noch mehrere Trachten beim Rauhen auszuhalten;so muß eS wieder sehr naß gemacht, über die Rauh-stange gezogen, die beiden Enden desselben zusammen-geheftet und so fort nach dem Striche gerauhet wer-den, wobei, von zwei zu zwei Trachten, mit den stum-pfen Karden angefangen und mit den schärfer» geen-det wird. Darauf wird das Tuch wieder entheftet,vom vordem Ende, oder vom Schlage, nach dem Hin-tern Ende zu gerauhet; wozu noch 12 bis 18 Trach-ten Karden, wenn es die Qualität des Tuches erlaubt,angewendet werden können; dann wird es getrocknetund ausgeschoren.

§. 199.

Von dem Scheeren der Tuche und von denmöglichen Fehlern, die dabei vorkommenkönnen.

Das Scheeren der Tuche ist eine sehr schwie-rige Arbeit und erfordert alle Aufmerksamkeit, sowohlvon Seiten des Arbeiters als des Fabrikanten, undzwar damit Ersterer dabei alle Fehler vermeidet undder Andere keine beim Rauhen und Scheeren verwahr-losten Tuche zurück bekommt und dadurch in Schadenversetzt wird.

Das fehlerhafte Scheerenkann bestehen: 1) in Schwitzen oder Streifen,d- h. wenn die Scheere an einigen Stellen zu tief