tirf und nicht zu hoch, recht gleichförmig oder fehler-haft geschoren ist. Um dieß zu erkennen, legt mandas Tuch auf einen im Hellen stehenden Tisch; dannfährt man mit der Hand gegen den Strich, erhebt anmehreren Stellen des Tuches die Haare und sieht, obdiese überall gleich hoch stehen und ob es die so ebenbemerkten Fehler hat oder nicht. Das Tuch muß überallmit einer kurzenWolle gleichmäßig bekleidet sein, und wennman das Haar aufrichtet, so darf man keine Fäden,sondern nur einen klaren Boden sehen. Das Tuchmuß sich weich und geschmeidig anfühlen, und beideEigenschaften müssen mit der Feinheit der Wolle, ausder es bereitet worden ist, im Verhältniß stehen.
tz. 204.
Vom Kürltrn oder Streichen des Tuches «nbdie Oehandlung desselben mit der Vampk-bürktmalchine.
Die letzte Arbeit vor dem Pressen des Tuchesist die, daß die Haare desselben, so viel wie möglich,alle gegen den Schlag des Tuches niedergestrichen wer-den. Dieses Niederstreichen der Haare geschieht ent-weder auf eine ganz einfache Art mit einer scharfenBürste, oder auch mit einem dazu bereiteten Streich-holze, oder auf der gewöhnlichen Bürstma-schine und nach der neuesten Erfindung auch mit derDampfbürstmaschine. Wir wollen alle drei Ar-ten betrachten und dann kann der Appreteur oder derFabrikant eine oder die andere derselben wählen, dieihm am wirksamsten zu sein scheint.
») Man legt das Tuch auf einen Tisch, der aneinem hellen Orte steht, wie ein Scheertisck) gemachtist, oder auch ein solcher sein kann, und deckt einenLuchteppich darüber. Dann legt man das Tuch aufdas Fußgestell und läßt das Ende desselben über den