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5 tz. 2VS.
Vom Decatiren -er Tuche und vom Decatirenkleiner wollener Stücke.
Das Decatiren oder dieDampfkrümpfungder Tuche und anderer kleiner wollener Stücke, als:Röcke, Woll-Tücher, Shawls u. dgl., soll diesen Ge-genständen durch Einwirkung von heißen Wasserdäm-pfen den ersten Preßglanz benehmen und durch wie-derholte Anwendung der Presse beabsichtigt man, denStoffen jenen dauerhaften Glanz zu.geben, der durchWasser nicht wieder wegzubringen ist. Die Tuche,die gefärbt werden sollen, werden, nach vorangegan-gener Appretur, im weißen Zustande, einmal gepreßtund decatirt, ehe sie gefärbt werden. Die Decatirungwird von Einigen auf einem dazu eingerichteten Heerd,von Andern in dazu verfertigten hölzernen Kästen ver-richtet.
ß. 210.
Kekchreibung des ;um Decatiren erforderli-chen Apparats.
Der Decatir-Apparat besteht überhaupt ausdem Dampfkessel, einem hölzernen Kasten, einem Dampf-rohr und aus einer Dampfwalze. Das Ganze ist fol-gendermaßen zu construiren:
s) Zum Dampfkessel ist jeder gewöhnliche Färbe-kessel, welcher 3—4 Handeimer Wasser faßt, und mehrflach als tief ist, zu gebrauchen. Dieser Kessel mußmit einem ganz genau auf denselben passenden hölzer-nen Deckel versehen werden und dieser so dauerhaftverfertiget sein, daß er sich nicht krumm ziehen kann.In die Mitte des Deckels muß ein Loch gebohrt sein,^ Zoll im Durchmesser, um das Dampfrohr hinein-stecken zu können. 3n einer willkührlichen Entfernung